Politik

Politischer Aschermittwoch der MLPD in Stuttgart: Publikum ging bei der lebendigen Rede begeistert mit

Politischer Aschermittwoch der MLPD in Stuttgart: Publikum ging bei der lebendigen Rede begeistert mit
Rednerin Julia Scheller beim Politischen Aschermittwoch der MLPD in Stuttgart (rf-foto)

Stuttgart (Korrespondenz), 13.02.16: Beim politischen Aschermittwoch der MLPD im vollbesetzten Arbeiterbildungszentrum in Stuttgart sprach Julia Scheller für die Landesleitung der MLPD Baden-Württemberg. Und sie hat der bürgerlichen Politik "da Roscht radoa", wie der Schwabe sagt, was hochdeutsch soviel heißt, wie dass sie die Politik der Herrschenden in Fragen der Flüchtlingspolitik, der Umwelt und eigentlich auf allen Gebieten entlarvte und die positive Alternative der MLPD entgegenstellte.

Das Publikum ging bei der lebendigen Rede begeistert mit, etwa zur VW-Krise: "VW-Chef Müller verharmloste die Manipulation der Abgaswerte als 'eine unzulässige technische Lösung.' In dem Sinne könnten Strafverteidiger Bankraub künftig als unzulässige Kontoabhebung strafmildernd rechtfertigen." Dann musste sie die geplagte VfB-Seele etwas trösten: "Beim Fußball klappt es ja nicht so ganz ...", um dann die wirkliche Stuttgarter Meisterschaft hervorzuheben: "... aber beim Feinstaub ist Stuttgart inzwischen Deutscher Meister. Diesen Spitzenplatz will die Stadtführung auch nicht so schnell aufgeben." Und das mit einem grünen Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der angesichts des Feinstaubalarms die Bitte äußert, "doch ganz brav die Autos zu Hause stehen zu lassen …" - aber: "Die Stuttgarter wissen genau, wenn sie ihre Autos stehen lassen und zur S-Bahn gehen, wäre es gescheiter gewesen, Urlaub zu machen, denn in die Arbeit ankommen werden sie heute nicht."

Nach der Rede, deren Highlights nicht alle aufgezählt werden können, gab es einen Sketch frei nach Loriot, der ein einsilbiges Ehepaar vor der Glotze über die Flüchtlingskrise räsonieren ließ, mit der doch erstaunlichen Wendung, dass Madame sich überlegt, nach Truckenthal "oder so ähnlich" abzureisen, um aktiv zu werden für Flüchtlinge. Der Jugendverband REBELL brachte dann das Lied "Stern von Rojava" auf die Bühne und lud alle Kobane-Brigadisten auf die Bühne ein für das Kobane-Lied, das der Saal begeistert mitsang.

Insgesamt war es ein begeisternder und schwungvoller Politischer Aschermittwoch, was sich auch  im Spendenergebnis von € 724,97 zeigt.