Wirtschaft

Zum Zugunglück bei Bad Aibling

Zum Zugunglück bei Bad Aibling
(foto: screenshot)

München (Korrespondenz), 11.02.16: Wir trauern um die Opfer und mit den Hinterbliebenen des verheerenden Zugunglücks bei Bad Aibling am Dienstagmorgen mit zehn Toten und 80 Verletzten.

Zur Trauer um die Opfer kommt auch Entsetzen, dass so etwas in Deutschland möglich ist und wirft Fragen zur Ursache auf. Medien berichteten bereits kurze Zeit nach dem Unglück, dass "menschliches Versagen" schuld sei. Aber warum kann eine automatische Haltevorrichtung manuell ausgehebelt werden? Und passiert das öfter? Warum werden eingleisige Bahnstrecken nicht systematisch zweigleisig ausgebaut? Wer ist eigentlich die Betreiberfirma?

Die Züge heißen Meridian, werden betrieben von der Bayerischen Oberland-Bahn (BOB). Die BOB gehört dem französischen Bahnkonzern Transdev. Transdev wiederum gehört je zur Hälfte den französischen Übermonopolen veolia und Caisse de Depots. Transdev ist nach eigener Auskunft der weltweit führende private Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel mit 7 Milliarden Euro Jahresumsatz.

Zur Ursachenaufklärung gehört, die fortschreitende Privatisierung der Bahn zur Maximierung der Profite einiger weniger internationaler Monopole gründlich in die Kritik zu nehmen.