Jugend

Hannover: Razzia im Jugendzentrum steht im Zusammenhang mit der Support-Politik der Bundesregierung für die Türkei

Hannover: Razzia im Jugendzentrum steht im Zusammenhang mit der Support-Politik der Bundesregierung für die Türkei
Das JUZ Kornstraße in Hannover (foto: JUZ Kornstraße)

Hannover (Korrespondenz), 15.02.16: Am Freitag, den 11. Februar, wurde in den Morgenstunden das Unabhängige Jugendzentrum Kornstrasse (UJZ) in Hannover mit der Begründung, dass dort angeblich die PKK unterstützt wird, von der Polizei durchsucht. (siehe "rf-news") In den Räumen des Jugendzentrums hatten sich der kurdische Studentenverband und der Verein Kurdisches Volkshaus getroffen.

Am Freitagabend versammelten sich über 1.000 Demonstranten, überwiegend Jugendliche sowie Kurdinnen und Kurden, um gegen die Kriminalisierung des UJZ und für die Aufhebung des PKK-Verbots zu demonstrieren. Die offene Unterstützung der Erdogan-Regierung durch die Bundesregierung wurde breit kritisiert. Die Kreisleitung der MLPD Hannover dazu: „Der deutsche Staat bleibt seiner Linie der Unterstützung des reaktionären Erdogan-Regimes sowie der Unterdrückung revolutionärer Kräfte aus der Türkei treu. ... In Deutschland zerrt die Merkel-Regierung angebliche Mitglieder von PKK und TKP-ML sowie Mitglieder der MKP und MLKP sowie die Vorsitzende der Anatolische Föderation vor die Gerichte. In diesen Zusammenhang gehört die Durchsuchung des UJZ Kornstraße in Hannover. Gerade der gemeinsame Kampf von Kurden und Deutschen um ihre Zukunftsinteressen – allen voran die Jugend – ist der Bundesregierung ein Dorn im Auge." So war die Polizei massiv angetreten mit Pferde- und Hundestaffel sowie zwei Wasserwerfern. Davon ließen sich die Demonstranten jedoch nicht einschüchtern. Eine Vielzahl der Redebeiträge griff auch die Flüchtlingspolitik der Regierung an und forderten die Solidarität mit den Flüchtlingen. Die Flüchtlingsbroschüren der MLPD wurde von vielen mit Interesse genommen.