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YPG-Sprecher: "Die Türkei konstruiert Gründe für eine Invasion ihrer Truppen nach Rojava"

YPG-Sprecher: "Die Türkei konstruiert Gründe für eine Invasion ihrer Truppen nach Rojava"
YPG-Sprecher Rêdur Xelil (foto: "Firatnews")

19.02.16 - Unter dieser Überschrift hat der Sprecher der Volksverteidigungseinheiten (YPG), Rêdur Xelil, gegenüber „Firatnews“ ein Interview zur aktuellen Situation in der Region gegeben.

Darin erklärt er, dass der türkische Staat weiterhin die YPG beschuldigt, für den Bombenanschlag von Ankara vor zwei Tagen verantwortlich zu sein, bei dem 28 türkische Soldaten getötet wurden.

Rêdur Xelil weist diese Vorwürfe zurück und erklärte, dass der türkische Staat darauf abzielt in Rojava einzumarschieren und somit zu vollenden, was sein Stellvertreterkrieg nicht fertig gebracht hat. Er stellte weiter klar, dass die YPG die Türkei niemals angegriffen haben, aber dass die türkische Regierung, aus ihrer Feindschaft gegenüber dem kurdischen Volk heraus, die YPG als einen Feind bezeichnet.

Xelil bezeichnete den Beschuss Rojavas durch türkische Truppen als Provokation und erklärte, die Regierung der USA nehme die Beschuldigung der türkischen Regierung nicht ernst genug. (Eigene Übersetzung aus dem Englischen.)

Währenddessen setzt die türkische Armee nach Angaben von „Firatnews“ den Beschuss Rojavas weiter fort. So nahm türkische Artillerie gestern die Stadt Afrin und die Distrikte Shiye und Cindirês unter Haubitzenfeuer. Dabei wurden zwei Zivilisten getötet und zwei verwundet.