Politik

23.02.16 - Fremdwörter kaum noch eingedeutscht

Immer weniger Fremdwörter aus dem Englischen, Französischen und anderen modernen Sprachen werden eingedeutscht. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungsprojekt des Instituts für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim. Die Rechtschreibreform von 1996 hat eingedeutschte Varianten wie Ketschup (neben Ketchup) und Bravur (neben Bravour) zugelassen, dies habe sich aber auch nach 20 Jahren nicht durchgesetzt. Neue Fremdwörter wie Fracking, Bad Bank und Follower werden demnach meist in der fremdsprachigen Form in den deutschen Wortschatz übernommen. Ein Grund dafür sei, dass immer mehr Deutsche gut Englisch schreiben und sprechen können. Die Forscher wollen Vorschläge zur Anpassung des Regelwerks Duden an die realen Veränderungen der Sprache machen.