Politik

Frankfurt: Punktsieg für Erdogan Sedef vor Gericht

26.02.16 - Am 22. Februar kamen 15 Interessierte zur Verhandlung über die Wiedereinstellung des Kollegen Sedef durch die APS ("Airport Personal Service GmbH"). Das steigende öffentliche Interesse erweitert die Möglichkeiten, über die Machenschaften der APS am Flughafen Frankfurt zu informieren. Die Koordinator(inn)en des Solidaritätskreises berichten in einer Pressemitteilung:

"Vom formalen Verhandlungsablauf wurde das Grundanliegen des Klägers Sedef ausgespart, dem es um Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei der APS geht. Das durchbrach der Kläger und brachte es selbst ins Spiel. Kritik auf der Betriebsversammlung am enormen Arbeitsdruck, an ungesunden Arbeitsbedingungen, Mobbing und kurzfristiger Mehrarbeit sind die wahren Hintergründe der fristlosen Entlassung. Hier geht es um eine politische Entlassung.

Scharf wies der Kläger die erneute 'Nachfrage' des APS-Anwaltes zurück, ob der Betrieb sich mit einer Abfindung herumdrücken könnte. E. Sedef schilderte deutlich seine Situation, dass alles kein Spaß für ihn ist, er seit über einem Jahr kein Geld von der APS bekommt, er Arbeit finden muss und vom Arbeitsamt unter Druck gesetzt wird. Und das hat ihn umso entschlossener gemacht, die Klage durchziehen und um sein Recht zu kämpfen. Das hilft allen Kollegen im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Betrieb. ... "

Bei der Verhandlung der Hauptsache, ob dem Kollegen die Verteilung eines Informationsflugblatts zur Last gelegt werden kann, worauf die fristlose Kündigung aufbaut, verstrickten sich die von der APS geladenen Zeugen in Widersprüche, konnten sich nicht erinnern, hatten ihn dann doch nicht beim Verteilen gesehen; einer meldete sich krank.

Der nächste Verhandlungstermin wurde sofort ausgemacht für den 31. März, 12.00 Uhr.