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Köln: Antifaschistischer Protest kriminalisiert!

Köln: Antifaschistischer Protest kriminalisiert!

Antifaschisten werden abgeführt, um sie erkennungsdienstlich zu behandeln (rf-foto)

Köln (Korrespondenz), 07.01.17: In der Kölner Innenstadt wurden heute 195 Antifaschistinnen und Antifaschisten stundenlang von der Polizei eingekesselt und festgehalten, weil ihre Blockade gegen eine geplante Nazi-Demo angeblich eine Straftat sei. Jede(r) einzelne von ihnen wurde erkennungsdienstlich erfasst.

1.000 Polizisten haben die Demonstration der Neo-Nazi-Gruppe um Esther Seitz in Zusammenarbeit mit Pro Köln begleitet. Die Straßen an der Demoroute in der Innenstadt wurden komplett gesperrt. "Hier soll eine Demo lang laufen und wir müssen verhindern, dass es zu Sitzblockaden kommt." So die Aussage eines Polizisten.

Mehrere Hundert Antifaschistinnen und Antifaschisten hatten sich zuvor am Hauptbahnhof versammelt, um gegen die Demo der Faschisten zu prostestieren. Diese wollten die Vorfälle der Silvesternacht 2015 nutzen und rassistische Hetze verbreiten.

Das ganze Vorgehen der Polizei am heutigen Tag gleicht einer Bürgerkriegsübung. Dieses Vorgehen ist zu verurteilen und die angekündigten Strafanzeigen gegen 195 Antifaschistinnen und Antifaschisten müssen umgehend fallengelassen werden.

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