Politik

Montagsdemo Saarbrücken: "Vorsätze für Kampfaufgaben 2017"

Montagsdemo Saarbrücken: "Vorsätze für Kampfaufgaben 2017"

04.01.17 - Aus vielen Beiträgen am offenen Mikrofon bei der Montagsdemo in Saarbrücken am 2. Januar 2017 kristallisierten sich einige "Vorsätze als Kampfaufgaben für 2017" heraus. Dies schreiben die Montagsdemonstrant(inn)en in Saarbrücken in einer Pressemitteilung, in der es weiter heißt:

"Wir werden uns daran erinnern und danach handeln, denn Montagsdemonstrierer stehen für die Einheit von Wort und Tat – auch in 2017. Als eine Frau sehr konkret und anschaulich ihre persönliche Situation als Aufstockerin darlegte, wurde das direkt aufgegriffen: 'Die Unterbeschäftigungsquote liegt im Regionalverband über 14 Prozent und das heißt: die Aufstockerquote ist sehr hoch.

Wir sollten uns von der Montagsdemo vornehmen, im neuen Jahr dagegen vorzugehen – dass Leute so wenig verdienen, dass sie nicht mal auf Hartz-IV-Niveau kommen, geht gar nicht'. In dem Fall der Frau wurde deutlich, wie sozialer Abstieg geschieht: von der Bühnenbildnerin zur Haushaltskraft bei einem Pflegedienst und Aufstockerin, weil Kunst und Kultur den Kommunen immer weniger wert sein dürfen, viele der ohnehin raren Jobs in diesem Bereich brechen weg. Und dann ein so geringes Auskommen, dass das eigene Auto zwar Voraussetzung für den Job, jedoch zum unbezahlbaren Luxus wird.

Es war heute umso berührender, dass gerade die Leute, bei denen die Armut trotz Arbeit herrscht, sich gegen die widerliche 'Teile und Herrsche-Moral', die sich sturzbachgleich über uns ergießt, aussprachen: 'Geflüchtete gehören hierher'."