Politik

Organisierte Rebellion der Jugend - die Antwort auf den Rechtsruck der Regierung

Organisierte Rebellion der Jugend - die Antwort auf den Rechtsruck der Regierung
Auf zum LLL-Wochenende am 14./15. Januar (rf-foto)

03.01.17 - In ihrem gemeinsamen Aufruf „100 Jahre roter Oktober: Die SOZIALISTISCHE PERSPEKTIVE lebt!“ rufen die Antikapitalistische Aktion Bonn (AKAB) und der REBELL, Jugendverband der MLPD, zu einem internationalistischen und revolutionären Block auf der Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration 2017 in Berlin auf:

„In Zeiten der besonderen Angriffe der Regierung und der Faschisten auf Flüchtlinge, auf Linke und auf die kurdische Befreiungsbewegung rufen wir alle antifaschistischen, fortschrittlichen und revolutionären Kräfte zu einer entschlossenen Antwort auf. Unserer Meinung nach müssen wir die Zersplitterung der revolutionären Bewegung überwinden und in den Fragen zusammenarbeiten, in denen wir uns einig sind.“

Weltweit prägen das Interesse nach Veränderung, die Verdrossenheit über die herrschende Politik und der Kampf um die eigenen Zukunftsfragen die Rebellion der Jugend. So demonstrierten am Mittwoch, 21. Dezember, rund 500 Studenten in Heidelberg dagegen, dass sie für ihr Zweitstudium ab dem Wintersemester 16/17, 650 Euro zahlen sollen - ausländische Studenten aus nicht EU - Ländern sogar 1500 Euro! Azubis bei VW kämpfen sowohl für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze als auch gegen die Zerstörung der natürlichen Umwelt durch das Übermonopol Volkswagen. Am 15. Dezember 2016 demonstrierten 150 Kolleginnen und Kollegen mit Warnwesten und Trillerpfeifen durch die Mülheimer Innenstadt zur Betriebsversammlung von Vallourec. Der Vorstand von Vallourec hat die Verlagerung der Lehrwerkstatt von Mülheim nach Düsseldorf aus Kostengründen beschlossen. Das wollen die jungen Kolleginnen und Kollegen nicht einfach hinnehmen. Alle diese Themen gehören auch auf die Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration. Allen drei Revolutionären lagen die Interessen der Jugend besonders am Herzen.

Während bürgerliche Meinungsforscher, wie in der Shell-Studie, ratlos vor dieser Entwicklung stehen, verstärken die Herrschenden ihre Bemühungen die Rebellion der Jugend zu zersetzen.

Anlässe, wie den zu verachtenden Angriff auf einen Berliner Obdachlosen am 26. Dezember mutmaßlich durch sieben jugendliche Flüchtlinge, missbrauchen die bürgerlichen Parteien, einschließlich des neuen „rot-grün-roten“ Berliner Senats, für ihre reaktionäre Flüchtlingspolitik und die Spaltung unter der Jugend.

Die MLPD hat sich dagegen auf ihrem X. Parteitag unter anderem vorgenommen: Bei Beachtung ihrer besonderen Interessen und Gepflogenheiten Jugendliche und Kinder im Kampf gegen den bürgerlichen „Mainstream“ zu einer proletarischen Denkweise zu erziehen. Ganz in dem Sinn verurteilen wir so ein menschenverachtendes Verhalten der sieben Jugendlichen zutiefst.

Aber die bürgerlichen Parteien erzeugen eine Stimmung, als würden in Berlin die Gewalttaten insbesondere durch Flüchtlinge zunehmen. Stattdessen sind die körperlichen Angriffe im Berliner Verkehrsnetz insgesamt in den letzten Jahren um 12 Prozent rückläufig.¹ Dagegen haben sich die reaktionären, faschistischen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte seit 2014 bundesweit fast verfünffacht.²

Gegen die - einer Masse von Jugendlichen aufgezwungene - Perspektivlosigkeit, den Rechtsruck der Bundesregierung und ihre Stimmungsmache ist die Jugend besonders gefordert - 2017 zum Jahr des Widerstandes zu machen! Das Internationalistische Bündnis, deren Teil u.a. AKAB und REBELL sind, will unter der Jugend an Breite und Kraft gewinnen. Dafür sind die Feierlichkeiten zur Ehren von Wladimir Iljitsch Lenin, Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg (LLL) ein begeisternder Auftakt.

Für MLPD und REBELL steht die Demonstration am 15. Januar 2017 in Berlin, wie für viele Teilnehmer aus ganz Europa, ganz im Zeichen des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution - der ersten sozialistischen Revolution in der Menschheitsgeschichte. Deshalb sind sie auch sehr stolz, dass sich ein Marxist-Leninist aus St. Petersburg als Gast für das LLL-Wochenende angekündigt hat.

Der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution wird auch das Titelthema des am 6. Januar erscheinenden Rote Fahne Magazins.

Kommt zum revolutionärem Jugendblock auf der LLL-Demonstration ans Frankfurter Tor. Macht mit beim Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Wochenende 14./15. Januar! Die organisierte Rebellion der Jugend ist die richtige Antwort auf den Rechtsruck der Regierung - Organisiert euch im Internationalistischen Bündnis und in REBELL und MLPD!

Samstag, 14. Januar:

Busabfahrtzeiten NRW – Berlin

05.15 Uhr Köln, HBF Breslauer Platz

06.15 Uhr Duisburg, HBF Busbahnhof

07.00 Uhr Gelsenkirchen, Rolandstr. 45881 Gelsenkirchen, Parkplatz hinterm Musiktheater

07.30 Uhr Dortmund, Universität Vogelpothsweg 76, S 1 Haltestelle Dortmund Universität

Ankunft 14 Uhr in Berlin

Stadtführung: auf den Spuren der Revolution, durch Berlin von 15 – 17.30 Uhr

Internationalistischer Kulturabend 18.30 - 24 Uhr Münzenbergsaal, Franz-Mehring-Platz 1 (Nähe Ostbahnhof), Eintritt 2/3 Euro

Gemeinsam, günstige Übernachtung für 8/10 Euro

Sonntag, 15. Januar:

Internationalistischer Block auf der LLL Demo, 10 Uhr, U-Bf Frankfurter Tor

Rückfahrt 14.30 Uhr


Preise:
Nur Bus 55/45 Euro, Kombiticket 55/65 Euro (Übernachtung+Frühstück, Eintritt Abendveranstaltung)

Informiert Euch laufend und meldet Euch an bei www.rebell.info

 

¹ DPA/ND vom 29.12.2016

 ² Tagesschau.de, 28.12.2016