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LLL-Demo: Was will der "antimilitaristische und antifaschistische Block"?

Saarbrücken (Korrespondenz), 12.01.17: Gruppen wie Solidarische Jugendbewegung (SJB), radikale linke / Berlin, North East Antifascists (NEA) und Internationalistischer Abend im Stadtteilladen Zielona Góra rufen zu einem "antimilitaristischen und antifaschistischen Block" bei der Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demo am Sonntag auf. Sie stellen den Kampf gegen den Militarismus in den Mittelpunkt und die Losung "Krieg beginnt hier – beenden wir ihn hier" auf.

Antifaschistischer und antimilitaristischen Kampf sind zentrale Anliegen der Jugend. Besonders der antimilitaristische Kampf muss dabei gegen eine Unterschätzung des deutschen Militarismus verstärkt werden. Teilweise kritisch zu sehen ist aber die Ausrichtung dieses Blocks. "Gegen jeden Krieg und Imperialismus" leugnet, dass es auch berechtigte Kriege gibt, wie den Befreiungskampf der Kurden. Gerade dieser antifaschistische Krieg in Rojava ist aktuell besonders wichtig. Der Faschismus lässt sich nicht durch Pazifismus besiegen. Der antifaschistische Kampf in Rojava bewahrt seine Unabhängigkeit vom Imperialismus. Dieser wiederum kann nur durch den revolutionären Kampf in allen Ländern der Erde überwunden werden. Der Kampf in Rojava ist der derzeit weltweit am meisten fortgeschrittene Kampf für Freiheit und Demokratie.

Eine andere Gesellschaftsordnung, in der die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beseitigt ist, ist das Ziel beider Aufrufe, des hier zitierten und des gemeinsamen Aufrufs von Antikapitalistischer Aktion Bonn (AKAB) und REBELL "100 Jahre roter Oktober: Die SOZIALISTISCHE PERSPEKTIVE lebt!". Dies lässt spannende Diskussionen erwarten und es ist wünschenswert, wenn die Teilnehmer/-innen beider Blöcke zu einer Zusammenarbeit - auch über den 15. Januar hinaus - finden.