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Putin setzt Feiern zu "100 Jahre Oktoberrevolution" auf die Agenda

12.01.17 - Am 19. Dezember 2016 unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin eine "Verfügung des Präsidenten der Russischen Föderation über die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen, die dem 100. Jahrestag der Oktoberrevolution von 1917 gewidmet sind". Die "Russische historische Gesellschaft" wird beauftragt, ein Organisationskomitee zu bilden. Damit verbessert sich die Ausgangslage, diesen Tag in Russland gebührend zu feiern: durch die russische Arbeiterklasse und die breiten Massen, Gäste aus vielen Ländern und auch für die ICOR. Die Erinnerungen an die Errungenschaften des Sozialismus sind immer noch lebendig und werden vor allem von Zeitzeugen verteidigt. Bilder von Stalin oder Lenin – ob auf T-Shirts oder Plakaten bei Demonstrationen - sind oft zu sehen.

Bekanntlich gilt in Russland nur ein extrem eingeschränktes Demonstrationsrecht. Umso wichtiger, dass dieser Erlass die Chance auf eine große Demonstration zum Jahrestag des Jahrhundertereignisses verbessert.

Nun soll laut Erlass innerhalb eines Monats einen Plan über Veranstaltungen ausgearbeitet werden. Staatlichen Organen, gesellschaftlichen Vereinen und Bildungsorganisationen "wird empfohlen, an der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen, die dem 100. Jahrestag der Revolution 1917 in Russland gewidmet sind, teilzunehmen".

Die internationale Arbeiterklasse muss die vergangene und aktuelle Entwicklung verarbeiten. Die Bedeutung der Oktoberrevolution für den künftigen Weg zu einer internationalen sozialistischen Revolution herausarbeiten, würdigen und feiern - darauf zielt die internationale ICOR-Kampagne zu 100 Jahre Oktoberrevolution ab. Sie gilt es jetzt weiter zielstrebig vorzubereiten und - wo noch nicht geschehen - anzupacken.

Weltweit wird die revolutionäre Weltorganisation ICOR mit dieser Kampagne zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution eine Massendiskussion über die Zukunft fördern. In Lateinamerika bereiten ICOR-Parteien eine gemeinsame Publikation vor, in Nepal werben marxistisch-leninistische Parteien schon in der Vorbereitung der Kampagne massenhaft Mitglieder für Partei und Selbstorganisation, in Deutschland nimmt die Vorbereitung der ICOR-Kampagne durch MLPD und REBELL ebenfalls Fahrt auf. Der nächste Höhepunkt wird bei den Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Aktivitäten am 14./15. Januar 2017 in Berlin organisiert. 750.000 Euro sind das Ziel der von der MLPD organisierten Spendenkampagne - zehn Prozent davon gehen an die ICOR. Die Reiseagentur People to People bietet in Zusammenarbeit mit russischen Genossen Reisen nach St. Petersburg auf den Spuren der Oktoberrevolution an, internationale Delegationen streben dort im November eine große Demonstration an.

Im Vorfeld der Feierlichkeiten in Russland wird die Internationale Koordinierung Revolutionärer Parteien und Organisationen ICOR vom 27. bis 29. Oktober ein Internationales Seminar "Die theoretischen und praktischen Lehren der Oktoberrevolution" in Deutschland organisieren. Es wird von Stefan Engel geleitet. Ausführlicheres zu Hintergründen und aktueller Bedeutung, Veranstaltungen und kulturelle Aktivitäten sowie Reiseangebote finden sich in der aktuellen Ausgabe des Rote Fahne Magazins: "Das Jahrhundert-Ereignis: Die Oktoberrevolution 2017 verändert die Welt". Hier kann es bestellt werden.