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Heidenheim: "Was man in zweieinhalb Stunden erreichen kann"

Heidenheim (Korrespondenz), 16.01.17: Schneegestöber und glatte Straßen hielten uns nicht davon ab, am vergangenen Samstag einen kraftvollen Einsatz zur Sammlung von Unterstützungsunterschriften für unseren Direktkandidaten der Internationalistischen Liste / MLPD, für die Landesliste Baden-Württemberg das Internationalistische Bündnis zu sammeln.

Im Wohngebiet im Heidenheimer Westen, in dem wir unsere Aktion durchführten, wohnt auch unser Direktkandidat für die Internationalistische Liste/MLPD im Wahlkreis Aalen/Heidenheim, Roland Maier. Wir trafen auf ein so nicht vorgestelltes Interesse und oft auf die sofortige Bereitschaft, zu unterschreiben. Wichtig war, dass unser Direktkandidat lange Jahre bei Voith Paper gearbeitet hatte, dort Betriebsrat und in der Vertrauenskörperleitung war. Das war schon für manche entscheidend, ihre Unterstützerunterschrift zu leisten. "Arbeiter in die Politik, gemeinsam können wir was bewegen und verändern". "Jetzt weiß ich wenigstens, wen ich wählen kann."

Sehr berührt hat uns die Reaktion einer älteren Frau mit einer behinderten Tochter, die uns am Schluss fragte: "Soll ich denn nichts spenden? Warten sie mal." Sie gab uns 20 Euro. "Mehr habe ich gerade nicht da."

Im Wohngebiet trafen wir auf Leute aus Bosnien, Syrien, Ungarn, Kasachstan, Schwarzafrika, Türkei, Polen und Kroatien. Noch nie fiel es uns so glasklar auf, dass wirklich eine große Masse Leute davon ausgeschlossen werden, sich an den Wahlen zu beteiligen oder sich anderweitig zu engagieren. Das ist nach unserer Meinung völlig undemokratisch und muss angegriffen werden. Jeder, der hier in Deutschland lebt, muss die gleichen demokratischen Rechte und Pflichten haben.

Nach ca. zweieinhalbstündiger "Arbeitszeit" bei den Hauseinsätzen hatten wir 36 Unterschriften für den Direktkandidaten, fünf für die Landesliste und neun für das Internationalistische Bündnis gesammelt. 26 Broschüren hatten den Besitzer gewechselt und 28 € Spenden kamen zusammen.