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Magdeburg: Internationalistisches Bündnis protestiert gegen Ausgrenzung

Magdeburg: Internationalistisches Bündnis protestiert gegen Ausgrenzung

17.01.17 - Das Internationalistische Bündnis Magdeburg protestiert mit einem Offenen Brief gegen die Entscheidung des "Bündnis gegen Rechts", die rechtzeitige Anmeldung eines Infostandes bei der "Meile der Demokratie" abzulehnen.

In dem Brief heißt es: "Wir halten es für selbstverständlich, dass wir teilnehmen können. Dem Aufruf zur Meile der Demokratie 2017 haben wir folgendes Zitat entnommen: 'Die Erinnerung an den 16. Januar 1945¹ zeigt uns, wohin Ausgrenzung und Nationalismus führen. Sie mahnt uns zu Frieden, Verständigung, Respekt und Wertschätzung gegenüber allen Menschen in unserer Stadt. Gerade in der heutigen Zeit, wo populistische Vereinfachungen, rassistische Hetze, Ausgrenzungen und Bedrohungen wieder vermehrt auftreten und scheinbar gesellschaftsfähig werden, müssen wir ganz deutlich machen, dass dies keinen Platz in unserer Stadt hat … Magdeburg ist ein Ort, an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder anderer Merkmale verschieden sein und friedlich zusammenleben können.'

Die MLPD und ihre Freunde haben seit 2009 jedes Jahr mit einem Infostand an der Meile der Demokratie teilgenommen. Ohne Probleme. Warum dann jetzt so ein Rückfall? Wir vertreten konsequent eine antifaschistische und antirassistische Richtung und finden das auch wichtig in der heutigen Zeit. Und so fragen wir uns: soll erneut wider besseren Wissens eine Schwächung der antifaschistischen Bewegung durch Ausgrenzung stattfinden? Wider besseren Wissens der schrecklichen Folgen des Faschismus für Millionen von Menschen? Das kann doch wohl nicht euer Ernst sein. Deshalb erwarten wir eine unverzügliche Zusage unserer Anmeldung des Infostands bei der Meile der Demokratie 2017".

¹ Der Tag eines verheerenden Bombenangriffs auf Magdeburg