International

26.01.17 - 90 Millionen Euro Schmiergeld bei Airbus

Wegen zahlreicher dubioser Zahlungen beim Verkauf von Eurofighter-Kampfflugzeugen an Österreich hat der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus jetzt Ärger mit dem deutschen Fiskus. Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR beanstandet das Finanzamt München derartige Zahlungen in Höhe von 90 Millionen Euro und erkennt diese nicht als Betriebsausgaben an, die steuerlich geltend gemacht werden können. Airbus muss deshalb Steuern in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro nachzahlen. Airbus erklärte dazu auf Anfrage, man habe sich mit dem Finanzamt München auf eine "begrenzte Steuernachzahlung geeinigt". Das sei aber kein Schuldeingeständnis. Die 90 Millionen Euro waren vor Jahren, als Airbus noch unter EADS firmierte, über mutmaßliche Briefkastenfirmen in dunkle Kanäle geflossen.