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Sammelabschiebung von 26 afghanischen Geflüchteten ist "inhuman"

Sammelabschiebung von 26 afghanischen Geflüchteten ist "inhuman"

28.01.17 - Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert in einer aktuellen Pressemitteilung die Sammelabschiebung von afghanischen Flüchtlingen vom 23. Januar als inhuman. Sie schreibt:

„Erneut wurden 26 Menschen in ein Krisen- und Kriegsgebiet abgeschoben. Nach Aussage des UNHCR gibt es in Afghanistan keine sicheren Regionen. In ihrer Stellungnahme auf Anfrage des Bundesinnenministeriums vom Dezember 2016 heißt es, dass es vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in Afghanistan nicht möglich sei, bestimmte Regionen als sichere und zumutbare interne Schutzalternative anzusehen.

Laut dem jüngsten OCHA-Bericht zu den 'Humanitären Bedürfnissen 2017' in Afghanistan führte die zunehmende geografische Ausweitung des Konflikts zu einer Erhöhung der Zahl der AfhganInnen, die 2017 auf humanitäre Hilfe angewiesen sein werden. Der Bericht geht von 9,3 Millionen aus. Das bedeutet eine Steigerung um 13 Prozent. Allein zwischen Januar und September 2016 wurden 2.562 ZivilistInnen getötet und 5.835 verwundet, die höchste bisher gemessene Zahl in diesem Konflikt. 2.461 der Betroffenen waren Kinder. ...“