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03.02.17 - Wehrhahn: Verschleppte Ermittlungen

Fast 17 Jahre nach dem Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn mit überwiegend jüdischen Verletzten hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen, auf den antifaschistische Gruppen bereits einen Tag nach der Tat am 27. Juli 2000 hingewiesen hatten. Der vorbestrafte Neonazi Ralf S. hatte in unmittelbarer Nähe des Tatorts ein "Survival Security & Outdoor"-Geschäft betrieben. Den Hinweisgebern zufolge diente der Laden auch als Beschaffungsquelle für Waffen und Sprengstoff. Bei einer Razzia am 2. August 2000 sei kein belastendes Material gefunden worden. Fünf Monate später entdeckten Möbelpacker im Keller der Wohnung eine Handgranate und neofaschistisches Propagandamaterial. Einen Zusammenhang mit dem Anschlag in Wehrhahn schloss die Polizei weiterhin aus.

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