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ver.di erklärt Solidarität mit streikenden Textilarbeiterinnen in Bangladesch

ver.di erklärt Solidarität mit streikenden Textilarbeiterinnen in Bangladesch
Proteste in Bangladesch (LabourStart)

03.02.17 - Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat ihre Solidarität mit streikenden Textilarbeiterinnen in Bangladesch erklärt. Dazu die Gewerkschaft:

„Im andauernden Streik der Textilarbeiterinnen in Bangladesch erklärt Stefanie Nutzenberger, Mitglied im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungswerkschaft: 'ver.di solidarisiert sich mit den Streiks und Forderungen der Bekleidungsarbeiterinnen in Ashulia nach einer Erhöhung des Mindestlohns. Die im Zuge der Streiks entlassenen Arbeiterinnen, es sind vor allem Frauen, müssen wieder eingestellt und inhaftierte Gewerkschafter freigelassen werden. Die Repression muss aufhören.'

Ende Dezember hatten in Ashulia, in der Nähe der Hauptstadt Dhaka, Streiks und Proteste mit zunächst etwa 20.000 Arbeiterinnen für höhere Löhne begonnen. Der Mindestlohn liegt in Bangladesch bei derzeit etwa 65 Euro im Monat. Die Arbeiterinnen fordern eine Verdreifachung dieses Lohns. Unternehmen sowie staatliche Behörden reagierten auf die Proteste mit massiven Einschüchterungsversuchen: Rund 200.000 Beschäftigte wurden ausgesperrt, die Polizei feuerte Gummigeschosse auf Protestierende und nahm Beschäftigte und Gewerkschaftsvertreter fest. Insgesamt sollen rund 3.500 Textilarbeiterinnen entlassen worden sein.

ver.di unterstützt eine Online-Petition, die die internationalen Gewerkschaftsdachverbände IndustriAll Global Union, UNI Global Union sowie das Informationsportal LabourStart geschaltet haben, um die sofortige Freilassung der inhaftierten Gewerkschafter und ein Ende der Repression gegen die Textilarbeiterinnen zu erreichen: Hier geht es zur Petition! ...“