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VW und Bosch zahlen Millionen in den USA - Deutsche Autofahrer gehen leer aus

VW und Bosch zahlen Millionen in den USA - Deutsche Autofahrer gehen leer aus
(grafik: rf-news)

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 02.02.17: Wie aktuell bekannt wurde, haben sich VW und Bosch dazu bereit erklärt, die von ihrer Abgasmanipulation betroffenen US-amerikanischen Autofahrerinnen und Autofahrer erneut mit Millionen Dollar zu entschädigen. Dank der deutschen Bundesregierung, die sich weiter schützend vor ihre Monopole stellt, gehen deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer leer aus.

Laut Handelsblatt zahlt VW mindestens 1,26 Milliarden US-Dollar, um Klagen von US-amerikanischen Autofahrerinnen und Autofahrern zu entgehen.¹ Wenn die US-Regulierer die Reparaturen nicht abnehmen, kommen auf VW Kosten von 4 Milliarden US-Dollar zu. Das Auto-Monopol müsste dann die 80.000 Fahrzeuge in den USA zurückkaufen. Zur gleichen Zeit plant auch Audi die Rückstellung von weiterem Geld - zusätzlich zu den bereits gebunkerten 980 Millionen Euro.

Der Bosch-Konzern, als Entwickler der kriminellen Fake-Software, die in den VW-Autos verbaut wurde, zahlt laut US-Gerichtsdokumenten 327,5 Millionen Dollar an 554.000 Betroffene in Nord-Amerika.

Während in den USA die Gelder an die betrogenen Autobesitzer fließen, erklärt der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) weiter gebetsmühlenartig, dass es für deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer keine Entschädigungen gäbe. Ihnen sei kein Schaden entstanden. Die MLPD fordert, auch in Europa die Betrugsopfer von VW zu entschädigen. VW muss die Kosten seiner Krise selbst zahlen und auch den dadurch entstandenen Umweltschaden entschädigen.

¹ Handelsblatt, 02.02.2017

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