Politik

Demonstrationen auch nach Schließung der medizinischen Grundversorgung in Hohenlimburg

Demonstrationen auch nach Schließung der medizinischen Grundversorgung in Hohenlimburg
Protest gegen die Schließung des Krankenhauses auf dem Elseyer Lichtermarkt im letzten Jahr (rf-news)

Hagen (Korrespondenz), 08.02.17 - Besonders die Kaltschnäuzigkeit und Arroganz der Verantwortlichen treiben die Menschen auf die Straße. Auch nachdem die medizinische Grundversorgung am Elseyer Krankenhaus in Hagen-Hohenlimburg zum 1. Januar geschlossen wurde, demonstrierten am 5. und 12. Januar wieder je 30 Menschen für „ihr“ Krankenhaus. Mehr als jede und jeder fünfte Hohenlimburger und Hohenlimburgerin hat für den Erhalt unterschrieben. Aber Bezirksvorsteher Hermann-Josef Voss (CDU) und Oberbürgermeister Erik O. Schulz (parteilos) waren sich zu schade, die fast 5.000 Unterschriften auf unseren wöchentlichen Kundgebungen entgegenzunehmen.

Die Krönung war allerdings das Gespräch von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) mit einer Delegation unserer Bürgerinitiative. Unverhohlen ließ sie die Delegation spüren, dass sie solch ein Gespräch als Zumutung empfand.

Am offenen Mikrofon wurde am 12. Januar gemeinsam Bilanz gezogen. Auch wenn wir die Schließung nicht verhindern konnten, sind wir stolz auf das, was wir auf die Beine gestellt haben. Es ist bitter nötig, selber aktiv zu werden. Das Internationalistische Bündnis, die MLPD, der Frauenverband Courage und der Jugendverband REBELL luden dazu ein. Denn die NRW-Landesregierung plant offenbar weitere Krankenhaus-Schließungen. Leider hat das Küchen- und Reinigungspersonal nun die Kündigungen für Ende Juni erhalten. Hier sind vor allem Frauen mit kleinen Gehältern beschäftigt. Sie hatten bis zuletzt auf ein besseres Ende gehofft. Die Bürgerinitiative möchte sich mit anderen Initiativen vernetzen und den Landtagswahlkampf NRW für eine gemeinsame Aktion nutzen.

Kontakt: Magret Sarrazin – masarrazin@online.de