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Halle/Saale: 200 demonstrieren gegen die reaktionäre Flüchtlingspolitik der EU

Halle/Saale: 200 demonstrieren gegen die reaktionäre Flüchtlingspolitik der EU
(rf-foto)

Halle (Korrespondenz), 06.02.17: Am Samstag demonstrierten in Halle/Saale ca. 200 Menschen gegen die reaktionäre Flüchtlingspolitik der EU. Die Demonstration wurde in erster Linie organisiert von der afrikanischen Gemeinde. Neben Menschen aus Afrika und dem arabischem Raum waren viele deutsche Unterstützerinnen und Unterstützer dabei. Dadurch wirkte die kämpferische Demo sehr anziehend auf die Bevölkerung in Halle.

Die afrikanische und deutsche Demo-Kultur bereicherten sich gegenseitig. So wurde gemeinsam gesungen und geklatscht "Ou la la, Ou le le, Solidarité avec les Sans-Papiers" und auch lautstark gerufen "Um Europa keine Mauer". Flüchtlinge aus Afghanistan sagten am Mikrofon: "Wir wollen einfach nur in Frieden leben. Afghanistan ist nicht sicher. Bei Abschiebung würde uns dort Krieg und Elend erwarten".

Ein afrikanischer Flüchtling griff die Deals mit den reaktionären Regimen wie in der Türkei oder Libyen an. 

Der Spitzenkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD für Sachsen-Anhalt, Tassilo Timm, beglückwünschte zu der erfolgreichen Demonstration. Er griff die deutsche Regierung an, bei der nichts mehr übrig geblieben ist von der anfänglichen "Merkelschen Willkommenskultur" und sagte "dass die Grenze für uns nicht zwischen den einfachen Menschen aus den verschiedenen Nationen besteht, die täglich die Werte schaffen und gucken müssen, wie sie über die Runden kommen sondern zwischen uns und den Konzernen der Welt und ihren Regierungen, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen fliehen müssen. (...) Unsere Perspektive liegt letztlich im gemeinsamen Kampf gegen die Herschenden dieser Welt."

Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschrieben für die Wahlzulassung und die Mitarbeit in der Wählerinitiative der Internationalistischen Liste/MLPD.