Wirtschaft

Internationalistische Liste/MLPD - bei Daimler unerwünscht

Internationalistische Liste/MLPD - bei Daimler unerwünscht
(grafik: Internationalistische Liste/MLPD)

08.02.17 – Die Internationalistische Liste/MLPD ist bei Daimler offensichtlich unerwünscht. Diese Erfahrung mussten drei Aktivisten der Stuttgarter Wählerinitiative machen, die am 2. Februar vor dem Untertürkheimer Tor am Reiser-Parkhaus Einsatz machten. 17 Kolleginnen und Kollegen hatten nach rund einer Stunde für den Direktkandidaten Volker Kraft (Daimler-Betriebsrat und 1. Schwerbehindertenvertreter) und die Landesliste unterschrieben, als die vom Werkschutz gerufene Polizei kam.

Dies sei Firmengelände - obwohl es frei zugänglich ist. Dabei endete schon mal die Klage von Daimler auf Hausfriedensbruch - gegen eine Kundgebung der MLPD/Offenen Liste bei der Europawahl im Mai 2014 - mit einer Einstellung des Verfahrens seitens der Staatsanwaltschaft.

Daimler darf mit der erneuten Wahlbehinderung und dem Angriff nicht durchkommen. Die Kolleginnen und Kollegen können sich ihr eigenes Bild machen und in der aktuellen politischen Entwicklung positionieren!

Das „Vorzeigeunternehmen“ schafft sich immer mehr Feinde. So bedrohte ein prominenter Anwalt im Auftrag von Daimler die Deutsche Umwelthilfe (DUH) schriftlich mit Regressforderungen. Damit sollte diese an weiteren Aufdeckungen der Abgas-Manipulation bei Mercedes gehindert werden. Als die DUH diesen Brief veröffentlichte, wollte Daimler dies gerichtlich unterbinden lassen - vergeblich.

Aus Angst, weiteres Öl ins Feuer der Massenkritik zu gießen, verzichtete Daimler auf den Gang in die Revision. Ebenso misslang die Absicht, Undercover-Reportagen per Gericht kriminalisieren zu lassen, wie die über den Einsatz von Werkverträglern zu "Hungerlöhnen am Fließband".

Für Daimler ist es ein Schreckgespenst, dass die MLPD sich unter den Daimler-Beschäftigten weiter als sozialistische Alternative und Kampfpartei verankert.