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Philippinen: Duterte droht mit "langem Krieg"

Philippinen: Duterte droht mit "langem Krieg"
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte (links) droht der NDFP mit Krieg (fotos/grafik: Keith Kristoffer Bacomgco/CC BY-SA 2.0; NDFP; collage:rf-news)

08.02.17 - Vor kurzem hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte die Friedensgespräche mit der NDFP (National-Demokratische Front der Philippinen) für beendet erklärt. Am Abend des 4. Februrar habe er die Armee angewiesen, sich „auf einen langen Krieg vorzubereiten“.

Zuvor hatte die Neue Volksarmee der Philippinen (NPA) die einseitige Waffenruhe mit Ablauf des 10. Februar 2017 aufgekündigt. Sie kritisierte massive Menschenrechtsverletzungen der Regierung und fortgesetzte Militäraktionen der Streitkräfte und paramilitärischer Verbände gegen die Zivilbevölkerung sowie anhaltende Provokation gegen NPA-Einheiten. Duterte erklärte die CPP (Kommunistische Partei der Philippinen), die NPA und die NDFP zur „Terrororganisation“. Er droht damit, die zeitweise freigelassenen politischen Gefangenen wieder zu verhaften.

Die NDFP hat die Regierung dazu aufgerufen, die Friedensgespräche fortzusetzen. Luis Jalandoni rief dazu auf, die nächsten Verhandlungen in Oslo, vom 22. bis 24. Februar durchzuführen. Er kritisiert die Einstufung von CPP, NPA und NDFP als Terroristen: „Ich denke, die Menschen an der Basis werden sagen, die CPP-NPA hat für ihre Interessen gekämpft. Und ich denke auch, dass Präsident Duterte das weiß, nach mehr als 30 Jahren Zusammenarbeit mit den revolutionären Kräften in Mindanao.“