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Russland: Die Bergleute in Gukowo lassen nicht locker

Russland: Die Bergleute in Gukowo lassen nicht locker
(grafik: ICC)

Dortmund (Korrespondenz), 09.02.17: In Gukowo in Südrussland, ca. 200 km entfernt von Donezk, gibt es seit eineinhalb Jahren einen großen Kampf der Bergleute und der Bevölkerung (siehe rf-news). 2.000 Bergleute fordern die Rücknahme der Schließung von vier Steinkohle-Zechen und die Zahlung der ausstehenden Löhne. Die Wasserhaltung ist allerdings noch in Betrieb, so dass die Gruben nicht absaufen.

Am 26. Dezember 2016 gab es eine Versammlung auf dem Stadtplatz in Gukowo. Es wurde die Fahrt nach Moskau zu einem Abgeordneten der revisionistischen kommunistischen Partei mit Namen Raschkin beschlossen. Dieser hatte sie eingeladen. Das wollten die Behörden nicht riskieren und auf jeden Fall verhindern. Sie stellten den „Plan Anakonda“ auf, um die Kämpfe zu ersticken. Dazu wurden die Bus-Stationen auch in den Nachbarstädten Zwerewo und Krasny Sulin geschlossen. Die Kosaken haben die Kumpel in den Wohngebieten „besucht“ und ihnen gesagt, „es ist nicht gut, wenn ihr fahrt.“ Die Arbeiter haben den Abgeordneten Raschkin angerufen. Er hat nicht mit Ihnen gesprochen.

Die Regierungspartei Jedinaja Rossia (Einheitliches Russland) schickte Abgeordnete. Sie machten Versprechungen, dass die Arbeiter ihren Lohn bekommen sollen. Es wurde ihnen verschwiegen, dass dieses Geld aus der Konkursmasse kommen sollte. Bekommen haben sie das Geld bis heute nicht. Am 26. Januar 2017 gab es eine neue Protestversammlung in Gukowo. Bauern aus dem benachbarten Krasnodar hatten Lebensmittel für Gukowo gesammelt. Sie wurden 60 km vorher von der Polizei aufgehalten und blockiert entsprechend dem „Anakonda“-Plan. Die Versammlung war eine Reaktion auf diesen Vorgang. Seitdem wird der Protest mit einer ständigen Mahnwache in Gukowo erweitert.

Hier geht es zu einer Solidaritätserklärung der Internationalen Bergarbeiterkoordination (ICC) vom 13. Januar!