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8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Warnstreik in Berlin

8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Warnstreik in Berlin

Berliner Lehrerinnen und Lehrer im Warnstreik (foto: GEW Berlin)

Berlin (Korrespondenz), 15.02.17: Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und Pädagogen, Hochschulbeschäftigte und andere Angestellte im öffentlichen Dienst des Landes Berlin haben gestern ganztägig ihre Arbeit niedergelegt. Viele Kitas und Schulen mussten geschlossen bleiben. 8.000 beteiligten sich am Warnstreik und ein riesiger Demo-Bandwurm zog sich vom Alex zum Brandenburger Tor. Unter anderem war begeisternd wie sich der Gedanke der Einheitsgewerkschaft durch die Beteiligung der GEW, IG BAU, ver.di und DGB aufdrängte.

„In Berlin klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander“, sagte die Vorsitzende der GEW BERLIN, Doreen Siebernik bei der Streikkundgebung. „Die pädagogischen Herausforderungen in der Hauptstadt sind riesig und die Lern- und Arbeitsbedingungen sind schlecht. Und zu allem Überfluss bezahlt das Land Berlin noch mies“, ärgerte sich Siebernik. „Da ist es kein Wunder, dass es der Stadt immer schwerer fällt, qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen zu gewinnen.“

Karl Nümmes, Liedermacher und Lehrer sang auf der Auftaktkundgebung: „Erzieher streiken und auch Lehrer. Das lernen sie vom Straßenkehrer.“ Besonders aktiv vor der Bühne: Die ver.di-Jugend. Um Anschluss an die Bezahlung beim Bund und den Kommunen zu halten, fordern die Gewerkschaften eine Erhöhung der Tabellenentgelte im Gesamtvolumen von 6 Prozent, die Einführung einer Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 und die Angleichung der Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder an die der Kommunen. Natürlich wurden auch Unterschriften zur Wahlzulassung der Internationalistischen Liste gesammelt.

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