Umwelt

Das neue Fracking-Gesetz richtet sich gegen den Umweltschutz

Das neue Fracking-Gesetz richtet sich gegen den Umweltschutz
Barbara Hendricks (foto: U.S. Army Europe Images/CC BY-SA 2.0)

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 13.02.17: Seit dem 11. Februar ist das neue Fracking-Gesetz der Großen Koalition in Kraft. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, SPD, will uns weismachen, dass damit das Fracking praktisch verboten sei – bis auf Ausnahmen.

„Konventionelles Fracking“ bleibt laut dem Gesetzespaket ausdrücklich erlaubt, selbst in Schutzgebieten. Dabei wird das sogenannt Tight Gas aus relativ großer Tiefe gefördert, wozu aber auch giftige Frackingflüssigkeit benötigt wird. Die dabei anfallenden Bohrschlämme sind „Sondermüll“! In Niedersachsen fielen in den letzten Jahren so 300.000 Tonnen Sondermüll durch „konventionelles Fracking“ an. Es besteht außerdem der dringende Verdacht, dass es im Umfeld von Fracking zu deutlich erhöhten Krebsraten kommt.¹

Zwar wird das „unkonventionelle Fracking“ allgemein untersagt, bei dem in geringer Tiefe lagernde Gas aus Schiefer-, Ton-, Mergel- oder Kohleflözen gefördert wird. Aber es kann in „wissenschaftlichen Forschungsbohrungen“ erprobt werden. Mit diesem Gesetz wird Greenwashing betrieben und einer angeblichen Wende hin zu erneuerbarer Energiegewinnung wird klar entgegen gehandelt.

Im Interesse der Energie-Monopole und des herrschenden internationalen Finanzkapitals werden selbst die unverbindlichen Klimaziele von Paris ignoriert. (dazu siehe rf-news)

¹ Frankfurter Rundschau, 11./12.2.17 S.12