Politik

Dresden: Warnstreik der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst

Dresden: Warnstreik der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst
(rf-foto)

Dresden (Korrespondenz), 14.02.17: Am 8. Februar beteiligten sich bei eisiger Kälte mehr als 8.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes auf einer sachsenweiten Demonstration und Kundgebung in Dresden. Es waren in der Mehrzahl Lehrerinnen und Lehrer. Sie unterstrichen damit ihre Bereitschaft, für ihre Forderungen zu kämpfen: für 6 Prozent Lohnerhöhung, die Einführung einer weiteren Entgeltgruppe Stufe 6, die Förderung des Nachwuchses der Lehrer und unbefristete Arbeitsverträge.

Zum ganztägigen Warnstreik waren Kolleginnen und Kollegen aller Schularten in ganz Sachsen aufgerufen. Ein Meer von Fahnen der GEW, sowie des SLV (Sächsischer Lehrerverband), ver.di und GdP schmückten den Platz. Auch Kollegen der Forstbetriebe mit lauten Motorsägen sowie Vertreter der Feuerwehren beteiligten sich am Warnstreik. Besonders in der Kritik stand der Auftritt von Finanzminister Georg Unland. Er hatte kein Verständnis für die Forderungen der Kolleginnen und Kollegen und bezeichnete sie dazuhin als "zu teuer". Für seinen Spaltungsversuch, auf die "Unverhältnismäßigkeit" zwischen den Einkommensforderungen der Lehrer und den heutigen Einkommen von Pflegekräften in Altersheimen hinzuweisen, erntete er bei den Beteiligten ein lautes Pfeifkonzert.

Von der Dresdner Wählerinitiative Internationalistische Liste/MLPD sammelten wir Unterschriften für die Wahlzulassung und das Internationalistische Bündnis und hatten einige interessante Diskussionen. Eine engagierte Dresdner Lehrerin hatte gemeinsam mit ihren Schülern hübsche Plakate für die Demo erstellt (siehe Fotos).