Wirtschaft

Eine Million Tonnen Stahl weniger bei HKM Duisburg

Eine Million Tonnen Stahl weniger bei HKM Duisburg
Das HKM-Stahlwerk in Duisburg-Huckingen (foto: Michael Kümmling/CC BY-SA 3.0)

Dortmund (Korrespondenz), 18.02.17: Auf einer außerordentlichen Wirtschaftsausschusssitzung beim Stahlkonzern Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) Duisburg, gaben die Gesellschafter bekannt, nur noch 4,2 Millionen Tonnen Stahl produzieren zu wollen. Das sind eine Million weniger als üblich, damit verbunden sollen auch 20 Prozent der 3.300 Arbeitsplätze vernichtet werden. HKM ist ein Gemeinschaftsunternehmen von thyssenkrupp (50 Prozent), Vallourec Tubes (30 Prozent) und Salzgitter-Mannesmann (20 Prozent) und produziert Vormaterial für diese Konzerne. Es ist voll von ihnen abhängig. Auf dem internationalen Stahlmarkt findet eine Neuordnung statt. Die europäische Stahlindustrie spielt auf dem Weltmarkt nur noch eine untergeordnete Rolle. In den nächsten Jahren sollen 50 Prozent der europäischen Stahlindustrie platt gemacht werden. Diese Reduzierung der Tonnage ist eine direkte Auswirkung davon und kann der Tod auf Raten von HKM sein.

Die Konzerne versuchen, ihren Konkurrenzkampf auf den Rücken der Stahlarbeiter und ihrer Familien abzuwälzen. Sofort haben Betriebsräte und Vertrauensleute der IG Metall bei HKM den Protest aufgenommen. Gestern fand eine Vertrauensleutevollversammlung statt und Anfang März sind zwei Betriebsversammlungen. Eine Vernichtung von 660 Arbeitsplätzen wird von ihnen nicht akzeptiert!

Der richtige Schritt ist der Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz und eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich ist notwendig.

In der Stahlarbeiterstadt Duisburg machen die MLPD und ihre Stahlgruppen seit über 40 Jahren eine aktive Arbeit. Die Perspektive des echten Sozialismus ist durch sie in jedem Betrieb verankert und gehen dem Übel der Arbeitsplatzvernichtung an die Wurzel. Auf der Internationalistischen Liste/MLPD kandidieren Pier Elgersma als ehemaliger Stahlarbeiter von HKM und Peter Römmele der bei thyssenkrupp Steel arbeitet zur Bundestags- und Landtagswahl. Dies wird von vielen Kollegen unterstützt und findet Zuspruch - wir brauchen eine wirkliche Arbeiterpolitik.