Politik

Leiharbeit 2016 auf Rekordniveau

Leiharbeit 2016 auf Rekordniveau
Die feste Übernahme von Leiharbeitern ist eine Grundforderung der MLPD (rf-foto)

Dortmund (Korrespondenz), 18.02.17: Die Zahl der Leiharbeiter hat 2016 das erste Mal die 1-Millionen-Grenze überschritten (1,006 Millionen im Juni 2016), das waren 45.000 mehr als im Vorjahresmonat – das sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse der Bundesanstalt für Arbeit. Ein Facharbeiter verdient als Leiharbeiter im Durchschnitt über 800 Euro weniger als ein Stammarbeiter. Ab 1. April sieht das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz eine grundsätzliche Höchstverleihdauer von 18 Monate vor. Das wird an der Zahl der Leiharbeiter nichts ändern.

Die betriebliche Praxis sieht in der Regel so aus, dass ein Leiharbeiter kurz vor Ablauf der 18 Monate abgemeldet und ein neuer Leiharbeiter eingestellt wird. Außerdem kann der Leiharbeiter nach drei Monaten Unterbrechung wieder am selben Arbeitsplatz eingesetzt werden. Fast ein Drittel der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sind in Verkehrs- und Logistik-Unternehmen, sowie bei Sicherheitsdiensten und Reinigungsfirmen beschäftigt. 28 Prozent arbeiten in der Metall- und Elektroindustrie.

- Übernahme aller Leiharbeiter in feste Arbeitsverhältnisse!

- Gleiche Bezahlung für gleiche und vergleichbare Arbeit vom ersten Tag an

- Volle rechtliche Gleichstellung von Leiharbeitern mit der Stammbelegschaft!