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Bangladesch: Mutiger Kampf der Straßenhändler in Dhaka

Bangladesch: Mutiger Kampf der Straßenhändler in Dhaka
Straßenszene in der Hauptstadt Dhaka (rf-foto)

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 23.02.17: Seit über 25 Tagen finden in Dhaka City, Bangladesch, jeden Tag Demonstrationen der Straßenhändler statt. Sie verkaufen Kleinigkeiten an die arme und mittlere Bevölkerung und finanzieren damit gerade so ihr Überleben. Täglich sitzen sie in bunten Scharen auf dem Fußweg an teils dicht befahrenen Straßen und bieten von Kleidung über Töpfe und Bergen von Früchten fast alles an. Jetzt wurde eine Gegend brutal durch die Polizei geräumt, um das Stadtbild „sauberer“ zu machen.

Die Händler protestierten dagegen und forderten, dass Ihnen zumindest eine Alternative geboten werden muss, wenn ihnen die Lebensgrundlage entzogen wird. Inzwischen wurden unter konstruierten Anklagen zwei Personen verhaftet und 27 weitere werden gesucht, darunter einige Aktivisten und Unterstützer des Kampfes, die der ICOR-Partei Kommunistische Partei Bangladesch angehören.

Der Kampf geht täglich mit größeren und kleineren Aktionen in allen Teilen des Stadtzentrums weiter und wurde um die Forderung erweitert, dass sämtliche Anklagen fallen gelassen und die Verhafteten entlassen werden. Sie baten uns, die Situation und ihren Kampf auch in Deutschland bekannt zu machen und freuen sich über Solidaritätsbekundungen, die rf-news gerne weiterleitet.