Politik

Demo gegen AfD in Essen: Rassismus ist keine Alternative

Essen (Korrespondenz), 03.03.17: Für den 25. Februar hatte das Bündnis “Essen stellt sich quer – Bündnis gegen Rassismus und Faschismus“ zum Protest gegen die rassistische „Alternative für Deutschland“ aufgerufen. Die AfD NRW traf sich am Wochenende in der Messe Essen, um ihre Kandidaten für die Bundestagswahl aufzustellen. Bereits im Vorfeld bildete sich breiter gesellschaftlicher Widerstand dagegen, dass städtische Räume dafür vermietet wurden.

Ab 8.30 Uhr protestierten etwa 200 Leute aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Privatpersonen, Organisationen und Initiativen gegen die Versammlung. Ab 11 Uhr zog dann ein Demonstrationszug durch das belebte Rüttenscheid in die City zum Willy-Brandt-Platz, an dem über 800 Menschen teilnahmen.

Die Polizei wollte diese Demo zunächst nur ab 13 Uhr bestätigen, weil sie den Samstagseinkauf und -verkehr beinträchtige! Diesen unverschämten Angriff auf die Demonstrationsfreiheit nahmen wir nicht hin und erreichten gerichtlich, dass es ohne Zwischenkundgebung bei Zeitpunkt und Route auf der „In-Meile“ Rüttenscheider Straße blieb!

Auffallend viele junge Leute, auch Familien mit Kindern nahmen teil. Auffallend war auch eine Aufgeschlossenheit gegenüber Zielen und Perspektive der „Internationalistischen Liste/MLPD“ bis hin zum aktualisierten Programm der MLPD. Über 25 Wahlzulassungen wurden unterschrieben, etliche trugen sich als Unterstützer des Bündnisses ein.

Zahlreiche Redner – von AWO, SPD, Grünen, Linkspartei, MLPD und „Essen steht AUF“ sowie Antifagruppen - ergriffen zum Auftakt und Abschluss das Wort. Kaum einer ließ einen Zweifel am faschistoiden Charakter der AfD, in der sich alte und neue Nazis tummeln. Man war sich einig: Rassismus ist keine Alternative, nicht in Essen oder anderswo.