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Landesleitung NRW der MLPD: Neuordnung der Stahlindustrie - Stahlarbeiter herausgefordert

28.02.17 - Am 14. Februar 2017 gaben die Gesellschafter der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann (HKM) Duisburg bekannt, in Zukunft eine Million Tonnen Stahl pro Jahr weniger zu produzieren. Damit stehen unmittelbar über 600 der 3.300 Arbeitsplätze auf der Kippe. Das kann auch den Tod auf Raten bedeuten. Auch Arcelor-Mittal will in seinem Werk Duisburg Ruhrort - mit der modernsten Drahtstraße der Welt - die Belegschaft für Verluste bluten lassen und einen "Sanierungstarifvertrag" mit der IG-Metall verhandeln. In einer aktuellen Pressemitteilung schreibt die Landesleitung der MLPD Nordrhein-Westfalen dazu:

"Thyssenkrupp verkauft das Stahlwerk in Brasilien an den Ternium Konzern und bereitet eine Fusion des Stahlbereichs mit Tata Steel vor, um sich ganz aus der Stahlproduktion zu verabschieden. Das sind die ersten Auswirkungen der begonnenen Neuordnung der internationalen Stahlindustrie, die die Stahlkonzerne auf dem Rücken der Beschäftigten, ihrer Familien und der Kommunen planen. Das ist eine Herausforderung, konsequent den Kampf um die Arbeitsplätze und die Zukunft zu führen.

Der Landesvorsitzende der MLPD in NRW, Peter Römmele - selbst
Stahlarbeiter bei thyssenkrupp Steel in Duisburg Beeckerwerth - erklärt dazu: 'Wir Stahlarbeiter müssen uns auf einen internationalen Kampf um die Arbeitsplätze vorbereiten und ihn mit dem Kampf zum Schutz der natürlichen Umwelt verbinden. Dabei ist die wichtigste ökonomische Forderung die nach der 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich. Die SPD/Grüne Landesregierung wird uns da nicht helfen. Sie ist den Opelanern in Bochum in den Rücken gefallen und hat die Schließung mitgetragen. Dasselbe Spiel im Bergbau. Da hilft kein Hoffen auf die SPD, die seit Jahren für den kampflosen Abbau von Arbeitsplätzen steht. Die MLPD und ihre Stahlgruppen arbeiten seit über 40 Jahren in und vor den Stahlbetrieben, fördern den konsequenten Kampf um die berechtigten Forderungen der Stahlarbeiter! Diese sind im Kapitalismus letztlich nicht zu erfüllen – eine Zukunft jenseits von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung, der echte Sozialismus, das ist unsere Zukunftsperspektive.'"