Umwelt

07.03.17 - Schadstoffangaben bei Holzkaminen falsch

Nach Recherchen des ARD-Magazins "Report Mainz" stoßen Holzkamine im Alltagsbetrieb deutlich höhere Schadstoffmengen aus, als die derzeit von der Industrie verwendeten Standardtests anzeigen. Ähnlich wie bei Dieselfahrzeugen weichen die Messergebnisse auf den Prüfständen vor allem bei Feinstaub deutlich von Messungen im Alltagsbetrieb ab. Dazu erklärt Axel Friedrich, Feinstaubexperte und ehemaliger Abteilungsleiter im Umweltbundesamt, gegenüber "Report Mainz": "Im Normalbetrieb stellen wir fest, dass die Öfen zehn- bis fünfzigmal mehr Emissionen haben als bei der Zulassungsmessung." Nicht nur in Städten, sondern auch in ländlichen Regionen tragen Holzheizungen zu einer hohen Feinstaubbelastung bei. In einzelnen Dörfern liegt der Anteil der Holzheizungen bei bis zu 30 Prozent an der Gesamtfeinstaubbelastung.