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1. REBELL-Kongress: Jugendplattform erfolgreich gegründet

1. REBELL-Kongress: Jugendplattform erfolgreich gegründet
Gespannte Aufmerksamkeit auf dem REBELL-Kongress (rf-foto)

10.03.17 - Vor kurzem hat ein begeisternder 1. Kongress des Jugendverbands REBELL stattgefunden. Der Kongress hatte fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Vertreter bundesweiter Organisationen wie von der Neuen Demokratischen Jugend (YDG), von Young Struggle (YS), Solidarität International (SI), lokalen Organisationen wie Antikapitalistische Aktion Bonn (AKAB), "Grenzenlos Lingen" und Marxistische Liste, ein Vertreter des Bündnisrates des Internationalistischen Bündnisses und ein Direktkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD aus Leipzig sowie Einzelpersonen wie Klaus Dimler von der Linkspartei aus Thüringen und der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora. Und natürlich Mitglieder des Jugendverbands REBELL aus 38 Städten. Mehrere Teilnehmer waren Flüchtlinge. Für die MLPD nahm an dem Kongress unter anderem die zukünftige Parteivorsitzende Gabi Gärtner teil.

Der ganze Kongress lebte die derzeitige politische Aufbruchstimmung unter der Jugend. Was sich zu Jahresbeginn im kämpferischen, fröhlichen und revolutionären Jugendblock von REBELL und AKAB auf der Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in Berlin andeutete, wurde auf dem Kongress ganz deutlich. Viele Jugendliche haben dieses System satt, wollen eine Veränderung; sie suchen und und finden eine Alternative bei REBELL und MLPD.

Lisa Gärtner, Vorsitzende des REBELL, rief zur Offensive auch in der Jugendrebellion auf - angesichts der Defensive der Monopole (Stichwort: "VW-Krise") und einer Regierung, die - von einem wachsenden Linkstrend bedrängt - immer weiter nach rechts rückt. In einer geduldigen Kleinarbeit gilt es, sich klar zu positionieren und die Organisiertheit in der Jugendrebellion vor allem durch die massenhafte Gewinnung von Mitgliedern für den REBELL voranzutreiben. "Nicht aktionistisch Revolution spielen, sondern ernsthaft und zäh die Auseinandersetzung führen", brachte es Gabi Gärtner auf den Punkt.

In 13 Arbeitsgruppen wurden mutig Aufgaben erarbeitet, für die sich das Jugendbündnis 2017 zusammenschließen will. Viele gingen auch in die einstimmig verabschiedete Resolution zur Gründung einer Jugendplattform des Internationalistischen Bündnisses ein. Unter anderem:

  • Aktive Beteiligung am Wahlkampf der Internationalistischen Liste/MLPD zur Landtagswahl NRW
  • Aktive Beteiligung an der politischen Arbeit der „Nein-Kampagne“ bezogen auf das Referendum in der Türkei und gegen das Präsidialsystem Erdogans
  • Beteiligung an den Protesten gegen die ATIK-Prozesse
  • Vorbereitung und Beteiligung am 18. Internationalen Pfingstjugendtreffen
  • Gemeinsame Vorbereitung und Beteiligung an den Protesten gegen den G20-Gipfel vom 7. bis 9. Juli in Hamburg
  • Schülerproteste und Schulboykotts am 21. September - Schüler gegen den Rechtsruck der Regierung und die AFD – Refugees welcome!

Nach dem Beschluss der Resolution erklärte ein saarländischer Teilnehmer stolz: "Ich war überrascht von der Einheit und Geschlossenheit, die momentan im REBELL herrscht, vom Optimismus, nicht nur im REBELL, sondern auch in den anderen Organisationen, und der Streitkultur."

Mit der Gründung dieser Jugendplattform ist ein wichtiger Schritt vorwärts gemacht, die Zersplitterung in der kämpferischen Jugendbewegung zu überwinden. Das Bündnis der Internationalistischen Liste/MLPD erhält mit den Kräften der Jugendplattform Aktivposten und einen kräftigen Schub im Aufbau.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fuhren sehr mobilisiert nachhause, weitere Kräfte für die Jugendplattform zu gewinnen. Young Struggle resumierte: "Es war schön zu sehen, dass Revolutionäre zusammenhalten und eine gemeinsame Front bilden gegen den gemeinsamen Feind. Das lässt uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.“

Der erfolgreiche Tag wurde abends auf einem Konzert des REBELL gebührend gefeiert. Ein Höhepunkt: Jugendliche aus Soest traten als neue REBELL-Gruppe auf die Bühne.

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