Wirtschaft

CAT-Kolleginnen und Kollegen gegen Arbeitsplatzvernichtung

 CAT-Kolleginnen und Kollegen gegen Arbeitsplatzvernichtung
Besucher der Veranstaltung (rf-foto)

Bergkamen (Korrespondenz), 09.03.17: Die Veranstaltung am 3. März zu den Vorgängen bei Caterpillar (CAT) in Lünen, zu der das überparteiliche Wahlbündnis BergAUF zusammen mit Kumpel für AUF und CAT-Kolleginnen und Kollegen aufgerufen hatte, fanden alle rund 20 Teilnehmer als informativ und kämpferisch. Die anwesenden Kolleginnen und Kollegen stellten heraus, dass CAT keineswegs notleidend ist, sondern zuletzt einen enormen Jahresgewinn von 33 Milliarden US-Dollar verbuchte. Mit Produktionsverlagerungen - vor allem nach China - geht es dem Konzern einzig um den Ausbau seiner Weltmarktstellung, ohne Rücksicht auf die Beschäftigten, die mehr und mehr das Gerede von der „großen CAT-Familie“ durchschauen und ablehnen.

Eine komplette Werksschließung ziehen die CAT-Bosse durchaus ins Kalkül. Dies stößt aber nicht nur bei der Belegschaft auf scharfen Widerspruch, sondern auch in der Bevölkerung. Denn damit würde eine 190-jährige Industriegeschichte weggewischt.

Sehr ermutigend für den gemeinsamen Kampf um jeden Arbeitsplatz war die Ansage der anwesenden Kollegen, dass keiner der jetzt noch beschäftigten Kolleginnen und Kollegen das Abfindungsangebot mehr annehmen will und die Bereitschaft wächst, für jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz auch zu kämpfen. Eine wesentliche Forderung dafür ist es, die Durchsetzung der 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich in allen Betrieben anzupacken, als eine wesentliche Maßnahme gegen die andauernde Massenarbeitslosigkeit, was inzwischen auch eine Forderung der internationalen Arbeiterklasse ist. Das steht klar gegen den Versuch von CAT, durch kürzere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich die Lasten auf die Belegschaft abzuwälzen.