Umwelt

VW-Vorstandschef Matthias Müller beschwert sich in Mitarbeiterbrief

VW-Vorstandschef Matthias Müller beschwert sich in Mitarbeiterbrief
(grafik: rf-news)

Kassel (Korrespondenz), 09.03.17: In einem Mitarbeiterbrief behauptet der VW-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller, dass die eigentlichen Lügner diejenigen seien, die den systematischen Abgasbetrug des Konzerns aufdecken. Er behauptet, das diese Leute den Konzern und die Arbeitsplätze gefährden: "Gleichzeitig wird mit gezielten Fehlinformationen von außen versucht, das Bild des Konzerns in der Öffentlichkeit sowie von handelnde Personen bewusst zu beschädigen." Das ist eine Frechheit den Kolleginnen und Kollegen gegenüber und eine Reaktion auf die Aufdeckung der Lügen und des Betrugs des VW-Vorstands, wie es die MLPD seit Monaten tut.

Müller führt weiter aus, dass man die „Diesel-Krise“ weiter sauber aufarbeiten muss um die „begonnen Reformen“ zu einer erfolgreichen gemeinsamen Zukunft zu bringen. Die Realität sieht anders aus. Es werden KollegInnen in drei Schichten gesteckt, unmenschliche Schichtsysteme eingeführt, Komponenten ausgelagert und 30.000 Arbeitsplätze abgebaut. Die Folgen für die Kolleginnen und Kollegen in den Zuliefererbetrieben nicht eingerechnet. Die Kommunen bekommen keine Gewerbesteuer und die Metropolen sind vor Feinstaubbelastung kaum noch zu retten. In Stuttgart muss die Stadt schon reagieren und ähnlich in München.

Wenn wir eine Umweltkatastrophe vermeiden wollen, brauchen wir ein ganz anderes Verkehrssystem. Der Vernichtungskampf der Autokonzerne (siehe Opel/PSA) nimmt kein Ende, wenn wir nicht um grundlegende Änderungen in der Gesellschaft kämpfen. Darum hat das Internationalistische Bündnis den VW-Betrug zum Wahlkampfthema Nr. 1 gemacht.