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Betriebsversammlung bei VW Hannover – Da war „Action“!

Betriebsversammlung bei VW Hannover – Da war „Action“!

(grafik: rf-news)

Hannover (Korrespondenz), 16.03.17: Viele Kolleginnen und Kollegen waren gestern auf der Betriebsversammlung in Hannover. Bei einem Einsatz des Internationalistischen Bündnisses nach der Versammlung erzählten Kollegen, dass „die Versammlung Bombe war“.

Sie berichteten, dass mehr als zehn Kollegen sich bei der Aussprache beteiligten und der Vorstand nervös wurde. In der Rede vom Vorstand wurden die kritischen Themen, wie die Versetzung der „Leistungsgeminderten“ oder der hohe Krankheitsstand, ausgespart. Der Vorstand orientierte auf die Zukunft – dafür seien mit dem "Zukunftspakt" die Voraussetzungen geschaffen. Auch der Betriebsrat meinte das der Vorstand endlich für gute Nachrichten sorgen muss, damit Ruhe einkehrt.

Die Kollegen folgten in der Aussprache der Logik von Konzernführung und rechter Betriebsratspitze nicht. Es ist eben nicht alles gut, und sie wollen sich nicht damit abfinden, die Folgen der Krise zu tragen. Mehrere Beiträge haben sich darauf bezogen, dass die Verantwortlichen der VW-Krise zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

Andere haben Probleme mit der Versetzung der „Leistungsgeminderten“ und haben den Arbeitsschutz angesprochen. Dass immer an den Kollegen gespart wird, während Frau Hohmann-Dehnhardt 13 Millionen bekommt wurde kritisiert. Einigen Kollegen sollte das Wort entzogen werden, um kritische Bemerkungen zu den Antworten des Vorstandes zu verhindern. Das wurde von Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Pfiffen quittiert. Vorstand und Betriebsrat betonten, dass Winterkorn doch die Konsequenz gezogen habe und zurückgetreten sei. Was sind das für Konsequenzen, wenn er 3.100 Euro am Tag Rente bekommt.

Ein Kollege brachte es in der Aussprache auf den Punkt - wenn er die Deckelung der Vorstandsgehälter auf 10 Millionen kritisierte: „Die bekommen, was wir verdienen!“

Vor dem Tor unterstützten auch einige Kolleginnen und Kollegen mit Unterschriften die Wahlzulassung und neun Parteiprogramme der MLPD wechselten den Besitzer - hier ist man mit dem Bedürfnis nach grundlegender Veränderung richtig.

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