Politik

Große Frauentagsdemonstration in Berlin zum 8. März wurde in den Medien weitgehend ausgeblendet

 Große Frauentagsdemonstration in Berlin zum 8. März wurde in den Medien weitgehend ausgeblendet
Der Internationale Frauentag in Berlin (rf-foto)

Berlin (Korrespondenz), 15.03.17: Dicht gedrängt auf dem Berliner Hermannplatz begannen über 5.000 eher bis zu 10.000 überwiegend junge Frauen, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, viele Familien, Migranten und natürlich auch Männer um 17 Uhr ihre Kundgebung und anschließende Demonstration zum Oranienplatz. Es herrschte eine sehr kämpferische Stimmung und deutlich wurde die vorwärtstreibende Kraft der internationalen Frauenbewegung im Kampf für Gleichberechtigung der Frau. Aber auch die Sympathie für den gesellschaftsverändernden Kampf für die Befreiung der Frau in einer vom Kapitalismus befreiten Gesellschaft war spürbar.

So gab es auch großes Interesse an dem Zukunftsprojekt Internationalistisches Bündnis und viele unterschrieben für die Wahlzulassung. Geprägt war die Demo durch ihre internationale Zusammensetzung und auch die Beteiligung von Delegationen aus den Betrieben. So von der Charité und Kolleginnen und Kollegen von Vivantes mit einem Transparent gegen die unerträgliche Ausplünderung in ihrem „Frauenberuf“ durch den Krankenhauseigner, den Berliner Senat. Offensichtlich scheint dieses unübersehbar gewachsene Frauenbewusstsein einige in Schrecken versetzt zu haben, und so wurde diese seit Jahren größte Demonstration zum internationalen Kampftag der Frau in den Medien weitgehend ausgeblendet. Kein Wort in der Berliner Abendschau, die stattdessen ausgiebig von einer parallel in Kreuzberg stattfindenden feministischen Frauendemo berichtete, wo Männer weitgehend ausgeschlossen waren. Auch wer gehofft hatte am nächsten Tag in den Berliner Tageszeitungen etwas zu lesen wurde enttäuscht. Auch in der „linken“ Presse wie dem Neuen Deutschland und der Jungen Welt gab es nur nur eine Randnotiz.