Umwelt

VW-Untersuchungsausschuss: Merkel gibt den Unschuldsengel

VW-Untersuchungsausschuss: Merkel gibt den Unschuldsengel
Von nichts gewusst? Angela Merkel hat schon überzeugender geschauspielert (foto: https://www.flickr.com/photos/eppofficial/)

Duisburg (Korrespondenz), 15.03.17: Die VW-Krise verschärft sich weiter. Während heute eine Polizei-Razzia bei der Markentochter Audi stattfand (siehe rf-news) musste Kanzlerin Angela Merkel am 8. März vor dem VW-Untersuchungsausschuss antreten. Dort gab sie filmreif den Unschuldsengel. Ihre Aussage, sie habe „nichts gewusst“, wurde von Mary Nichols, Leitern des California Air Resources Board (CARB; Beratungsgremium des US-Bundesstaats, das Gesetzesvorschläge zur Luftreinerhaltung stellt) infrage gestellt. Über Video zugeschaltet sagte sie aus, wie genau Merkel über spezifische Stickoxid-Probleme der deutschen Hersteller informiert war und dass sie bereits 2014 wegen zu hoher Grenzwerte gegenüber den USA intervenierte.

Dasselbe gilt für Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der sich schon seit Monaten schützend vor das Automonopol stellt, indem er den betrogenen Autobesitzern die ihnen zustehenden Entschädigungen verwehrt. Des weiteren gibt es verschiedene Klagen gegen VW durch Großkunden, aber auch Ärzte. Das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in verschiedenen Städten ab 2018, unter anderem ist hier Stuttgart betroffen, bringt viele Diesel-Fahrer in Rage gegen den VW-Konzern und gegen die Regierung. Interessant ist auch die neue Meldung, dass die von VW umgerüsteten Autos große Probleme haben und zum Teil schon nach 100 km stehen bleiben, weil die Filter durch Rußpartikel verstopft sind. Das stellt die Argumentation von VW offen infrage, es gäbe in Deutschland keine Entschädigung wegen der erfolgten Umrüstung.

Die Mitwisser in der Regierung, Merkel wie Dobrindt müssen zurücktreten! VW muss die geprellten Autobesitzer entschädigen und die Schäden an der Umwelt begleichen. Der VW-Sumpf muss bis zum Grund aufgedeckt und dann trockengelegt werden!