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20.03.17 - Kampf um Einfluss auf dem Balkan

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erlebte vor kurzem bei ihrer Balkan-Tour, dass der Einfluss der EU in Südosteuropa abnimmt. In Mazedonien ließ sie der Staatspräsident mit ihren Vorstellungen zur Krisenlösung abblitzen. In Serbien ging ihre Rede im Parlament in Buhrufen unter. In Bosnien waren die zerstrittenen drei Staatspräsidenten nur bereit, den EU-Gast zu einem nichtssagenden protokollarischen Termin zu treffen. Im Widerstreit zum EU-Einfluss auf dem Balkan steht das Engagement der neuimperialistischen Länder Russland, Türkei und China. China z.B. baut auf dem Balkan seit Jahren an der Wiederauferstehung der alten Seidenstraße mit Großinvestitionen in Autobahnen und Eisenbahnstrecken. Arabische Länder kaufen in großem Stil Grundstücke in Bosnien, bauen ein ganzes Stadtviertel in Belgrad oder haben das Sagen bei der serbischen Fluggesellschaft.

 

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