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Karuman Yüksek: 10.000 politische Gefangene setzen Zeichen

Karuman Yüksek: 10.000 politische Gefangene setzen Zeichen
Karuman Yüksek

Basel (Korrespondenz), 21.03.17: Auf dem Weg nach Straßburg, wo er vor dem Europaparlament sprechen sollte, machte Karuman Yüksek einen Halt in Basel und trat dort auf einer Veranstaltung des kurdischen Kulturvereins Dem-Kurd auf. Yüksek ist Co-Vorsitzender der Demokratischen Regionenpartei (DBP), der kommunalen Schwesterpartei der HDP, die sich auf die Arbeit in den Städten und Dörfern konzentriert.

Seit dem Putschversuch im Juni letzten Jahres wurden 10.000 Mitglieder der DBP inhaftiert. Bei den letzten Kommunalwahlen hatte die BDP in 106 Gemeinden die Bürgermeisterwahlen gewonnen und die Posten mit je einem Mann und einer Frau besetzt. Heute stehen 83 dieser Städte und Dörfer, darunter auch Großstädte wie Amed (Diyarbakir) und Van, unter staatlicher Zwangsverwaltung; die Co-Bürgermeister sitzen im Gefängnis.

Bei den Angriffen, die der türkische Staat im letzten Jahr in Türkisch-Kurdistan begonnen hatte, gab es über 2.000 Tote. Dabei richtet sich der Staatsterror nicht nur gegen die Kurden, sondern praktisch gegen alle, die nicht voll und ganz auf Regierungslinie sind: Araber, Armenier, Aleviten und religiöse Minderheiten. Karuman Yüksek kritisierte die europäischen Staaten für ihre opportunistische Politik der Türkei gegenüber ...

In dieser Situation haben die politischen Gefangenen beschlossen, ein Zeichen zu setzen: Seit dem 15. März sind 10.000 politische Gefangene im Hungerstreik. Die zentralen Forderungen sind: Gleiche Haftbedingungen wie für die kriminellen Häftlinge! Aufhebung der Isolationshaft von Abdullah Öcalan! Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen dem türkischen Staat und kurdischen Organisationen!