Umwelt

Weltwassertag: Dürre in Ostafrika

Weltwassertag: Dürre in Ostafrika
Dürre in Ostafrika (foto: jensfriislund/Pixabay)

22.03.17 - Der heutige Weltwassertag, der seit 1993 von UN-Water am 22. März organisiert wird, steht dieses Jahr unter dem Motto "Wastewater – Abwasser". Nach Terre des Hommes ist verunreinigtes Wasser eine der Hauptursachen für den Tod von Kindern: Jedes Jahr sterben weltweit mehr als 360.000 Mädchen und Jungen unter fünf Jahren allein an Durchfallerkrankungen, die durch den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen verhindert werden könnten. Hinzu kommen durch verseuchtes Wasser verursachte Infektionen mit Parasiten und andere Darmkrankheiten.

Die Deutsche Welle Akademie¹ schreibt am 14. Februar 2017 unter dem Titel "Ostafrika trocknet aus": "Vom Horn bis zum Kap - die Dürre zieht sich entlang der ostafrikanischen Küste. Laut Vereinten Nationen sind in der Region mindestens zwölf Millionen Menschen auf humanitäre Hilfen angewiesen. In Kenia, Somalia und Äthiopien sind die Dürreperioden in den letzten Jahren besonders heftig ausgefallen. Das Wetterphänomen El Niño sorgte für Extremwetter: Regenzeiten fielen aus, gesamte Ernten wurden vernichtet."

Durch die vom grenzenlosen Profitstreben der Industrie verursachte Anreicherung von Treibhausgasen in der Atmosphäre und die damit verbundene Erderwärmung entwickeln sich weltweit immer mehr Extremwetterlagen. Auch El Niño tritt durch die Erwärmung der Ozeane verstärkt und immer heftiger auf. Auch die verheerende Dürre in Ostafrika sowie starke Regenfälle mit Überschwemmungen im Süden Mosambiks sind Folgen davon.

In Ostafrika sind selbstverständlich umfassende Lebensmittelhilfen erforderlich. Wer aber dem Übel an die Wurzel gehen will, muss der Profitwirtschaft ein Ende setzen und die Einheit von Mensch und Natur auf höchstem Stand der Wissenschaft bewusst höherentwickeln.

¹ www.dw.com