Umwelt

VW zum Wahlkampfthema Nr. 1 machen

VW zum Wahlkampfthema Nr. 1 machen
(grafik: rf-news)

Dortmund (Korrespondenz), 27.03.17: Beim Unterschriftensammeln für die Wahlzulassung der Internationalistischen Liste zu den Bundestagswahlen 2017 hatten wir uns vorgenommen, in den Gesprächen auch die VW-Krise als unser Wahlkampfthema Nr. 1 offensiv anzusprechen. Das war in der Vorbereitung auf den Einsatz nicht unumstritten. „Ob die Leute das in Thüringen interessiert?“ Die Praxis hat uns alle überrascht.

Die Leute verfolgen genau, was sich bei VW abspielt. Es gibt eine große Übereinstimmung darüber, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und sie mit ihrem Vermögen und Aktienbesitz für die kriminellen Manipulationen bezahlen müssen - statt die Folgen der Krise auf die VW-Arbeiter und Kommunen abzuwälzen. Dabei blieben wir aber nicht stehen.

Wir argumentierten: Warum sollten wir uns damit abfinden, dass die internationalen Übermonopole wie VW sich den Staat als Handlanger vollständig untergeordnet haben, alles nur auf deren Profitsteigerung ausgerichtet ist? Außerdem machen sie rücksichtslos die Natur und unsere Gesundheit kaputt und führen die Menschheit an den Abgrund. Diese Diktatur kann nur mit einer internationalen sozialistischen Revolution beseitigt werden. Einer Revolution, wie sie vor 100 Jahren zum ersten Mal in Russland siegreich war. Dafür steht die MLPD.

Die grundsätzliche Kritik am Kapitalismus und unsere gesellschaftliche Alternative hat manchen überzeugt, für die Wahlzulassung zu unterschreiben und für das Parteiprogramm zu spenden. Wir erlebten auch Lustiges: Als wir einen Kollegen auf die kriminellen Machenschaften von VW ansprechen, bleibt er stehen, schaut uns verwundert an: „Ich bin ganz zufrieden – mit meinem VW ...“.