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Gelsenkirchen: "Keine Abschiebung der Familie Rrustja mit ihrer schwerstbehinderten Tochter!"

Gelsenkirchen: "Keine Abschiebung der Familie Rrustja mit ihrer schwerstbehinderten Tochter!"
Echte Hilfe und Solidarität: Die Montagsdemonstration - hier in Gelsenkirchen (rf-foto)

29.03.17 - Folgende Erklärung hat die 620. Gelsenkirchener Montagsdemonstration einstimmig verabschiedet:

„Die menschenunwürdige Abschiebepraxis in angeblich sichere Herkunftsländer ruft zu Recht breite Empörung hervor. Davon betroffen ist auch die Familie Rrustja. Sie wandte sich mit einer ganzen Reihe von Freundinnen und Freunden an die Montagsdemonstration Gelsenkirchen mit der Bitte um Hilfe:

Sie ist vor knapp drei Jahren wegen ihrer schwerstbehinderten Tochter aus Albanien nach Gelsenkirchen geflohen. Erisa ist jetzt 19 Jahre alt. Sie ist seit ihrer Geburt mehrfach behindert. Unter anderem hat sie regelmäßig schwerste epileptische Anfälle, die auch durch medikamentöse Einstellung nicht beherrschbar sind. Immer wieder muss sie notfallmäßig ins Krankenhaus. In ihrer Familie wird sie liebevoll gepflegt und versorgt. Doch aufgrund völlig unzureichender medizinischer Behandlung war sie in Albanien fast zu Tode ausgehungert. So entschlossen sich die Eltern zur Flucht, um das Leben ihrer Tochter zu retten. Sie kamen nach Deutschland und baten um Asyl – doch es wurde abgelehnt. …

Der medizinische Gutachter hatte zynisch festgestellt: Das Mädchen sei ja bisher nicht gestorben – also sei es wohl nicht so schlimm um die Versorgung in Albanien bestellt. Nun droht Erisa und ihrer Familie die Ausweisung! Auch eine 'Duldung' wurde abgelehnt. ... Die rund 120 Teilnehmer/Innen der 620. Gelsenkirchener Montagsdemonstration erklären einstimmig: Wir halten diesen Vorgang für einen Skandal! ...

Wir sind nicht bereit, eine Abschiebung der Familie Rrustja zu dulden und werden aktiv! Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger auf, den gemeinsamen Protest zu stärken! ...“