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Die AfD ist durch und durch jugendfeindlich

Die AfD ist durch und durch jugendfeindlich
Wahlplakat der Internationalistischen Liste/MLPD

01.04.17 - Ab heute hängen in Nordrhein-Westfalen die Plakate der Internationalistischen Liste/MLPD zu den Landtagswahlen am 14. Mai. Gegen den Rechtsruck der Merkel-Regierung wird unter anderem plakatiert: "Protest ist links". Dafür liefert die Jugend den besten Beweis. Jugendliche, die gegen TTIP, gegen besondere Ausbeutung durch Leiharbeit, gegen Studiengebühren oder gegen Abschiebung von Flüchtlingen protestieren, gehen politisch nach links.

Am 22. April werden in Köln anlässlich des Bundesparteitages der AfD auch zehntausende Jugendliche demonstrieren, dass eindeutig die Mehrheit gegen die ultrarechten und faschistischen Kräfte steht. Erbärmlich, wie sich Markus Frohnmaier, einer der Bundesvorsitzenden der Jugendorganisation der AfD, der Rebellion der Jugend anhängen will: "Wer heute rebellieren will, ist rechts."  Die AFD muss sich ein Protest-Image geben, will sie unter den Massen eine Schnitte machen. Die Hitler - Partei NSDAP musste sogar so weit gehen, dass sie den "Sozialismus" in ihren Namen aufnahm.

Kollegen, die sagen "es muss mal eine Protest-Partei wie die AfD geben", wissen meist nicht, welche "Alternative für Deutschland" ihnen angeboten wird. Sie wissen zum Beispiel nicht, was die AFD jugendpolitisch vertritt:

  • Im Grundsatzprogramm der AfD tauchen Jugendliche nur im Zusammenhang mit Kriminalität auf. Die Internationalistische Liste/MLPD dagegen stellt in ihrer Landtagswahlkampagne NRW den Kampf für die Zukunft der Jugend ganz nach vorn. MLPD und ihr Jugendverband REBELL haben gerade Anfang März die Initiative ergriffen, dass sich mehrere rebellische, revolutionäre Jugendorganisationen auf einer Jugendplattform im Internationalistischen Bündnis zusammenschließen. Gemeinsam wollen sie der wachsenden Suche von Jugendlichen nach einer grundlegenden gesellschaftlichen Alternative die Perspektive einer revolutionären Überwindung des Kapitalismus geben. Gegen Zersplitterung in der Jugendbewegung wollen sie gemeinsam den Kampf um berechtigte Interessen von Jugendlichen voranbringen. Gegen Isolierung  der Rebellion der Jugend wollen sie gemeinsam den Schulterschluss zur Arbeiter-, Frauen- und Umweltbewegung suchen.
  • Die AfD ist für ein gegliedertes Schulsystem. Die Aufteilung von Schülern in Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien (statt Gesamtschulen) verschärft die soziale Auslese und die Benachteiligung von Kindern aus Arbeiterfamilien. Die MLPD fordert ein kostenloses, einheitliches und qualifiziertes Bildungssystem von der Krippe bis zur Hochschule.
  • Die AfD ist für die Verschärfung des Abtreibungsparagraphen 218 StGB. Die MLPD fordert die ersatzlose Streichung des § 218 und Selbstbestimmung für Frauen. Die AfD dagegen will Frauen an ihrer "Lebensleistung zur Erhaltung des deutschen Volkes" messen. Die AfD ist gegen "zunehmende Übernahme der Erziehungsaufgabe durch staatliche Institutionen wie Krippen und Ganztagsschulen". Die AFD ist also dafür, die Betreuung der Kinder wieder mehr der Einzelfamilie, sprich vor allem den Müttern, aufzuhalsen.
    Dagegen vertritt die Internationalistische Liste/MLPD: Frauen "verdienen im Durchschnitt nach wie vor deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Deswegen und weil es im Allgemeinen sie sind, die sich um die Erziehung von Kindern, Pflege von Alten und Kranken kümmern, sind sie massiv von Altersarmut bedroht."  Die gemeinsame Losung der Liste: Kampf für die Befreiung der Frau - gegen Sexismus und jede Form der geschlechtsspezifischen Unterdrückung und Diskriminierung!
  • Die thüringische AfD-Landtagsabgeordnete Wiebke Muhsal griff am 13.12.16 scharf die weitverbreiteten Programme "Schule gegen Rassismus" an. Fortschrittliche Schüler und Lehrer setzen sich in dieser Initiative seit Jahren für Gleichbehandlung aller Schüler unabhängig von Hautfarbe, Religion und Weltanschauung ein.
  • Statt wie die Internationalistische Liste/MLPD für Frieden und Völkerfreundschaft einzutreten, für Solidarität mit dem weltweiten Kampf für soziale und nationale Befreiung, für die internationale Arbeitereinheit, setzt die AfD auf aggressive Durchsetzung "deutscher Interessen". Die Bundeswehr soll aufgerüstet werden. Die AfD-Jugend Dresden hat kürzlich der Jugend empfohlen, die Weltkriege als "deutschen Freiheitskampf" zu sehen.

Die AfD ist durch und durch jugendfeindlich. Protest gegen die Herrschenden kann niemals rechts sein. Rechter "Protest" ist immer Dienst für die Interessen der Herrschenden. Ultrarechter, faschistoider "Protest" à la AFD zielt auf extremen gesellschaftlichen Rückschritt, ist Feindschaft gegen die Arbeiterbewegung und ordnet die Interessen der Massen rücksichtlos den Profit- und Machtinteressen der Monopole unter.

"Die Welt schreit nach Veränderung!" - so heißt es in der Resolution vom 4. März 2017 zur Gründung einer Jugendplattform des Internationalistischen Bündnisses. Im gerade erschienenen Rote Fahne Magazin 7/2017 wird ausführlich der 1. REBELL-Kongress dokumentiert und es wird deutlich: Jugendliche, die heute rebellieren wollen, machen mit im neuen Jugendbündnis. Am konsequentesten: sie werden Mitglied im REBELL, dem marxistisch-leninistischen Jugendverband der MLPD.

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