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Düsseldorf: Gerichtsprozess gegen Düsseldorfer Antifaschisten

Düsseldorf (Korrespondenz), 04.04.17: Zwei Düsseldorfer Antifaschisten vom überparteilichen Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer" (DSSQ) erhielten vom Amtsgericht Düsseldorf einen Strafbefehl zur Zahlung von zusammen 10.500 Euro! Der Grund: Sie hätten zu Sitzblockaden gegen einen Aufmarsch der faschistoiden "Republikaner" aufgerufen!

Die Strafe, insbesondere die Höhe, soll offensichtlich alle Antifaschisten und Aktivisten einschüchtern, antifaschistischen Widerstand kriminalisieren und mit drastischen Strafen belegen.

Das können wir nicht zulassen! DSSQ hat sich in Düsseldorf einen Namen gemacht, weil es einen großen Anteil daran hat, dass u.a. die "DÜGIDA"-Aufmärsche kläglich gescheitert sind. Es steht auch für eine kameradschaftliche Zusammenarbeit im antifaschistischen Kampf über Partei- und weltanschauliche Grenzen hinweg.

Deshalb machen auch Mitglieder der Wählerinitiative der Internationalistischen Liste/MLPD aus Düsseldorf den unglaublichen Vorgang breit bekannt, rufen zur Solidarität mit den Betroffenen auf und unterstützen den Widerstand.

Der Prozess findet statt am Mittwoch, dem 12. April 2017, um 9 Uhr im Amtsgericht Düsseldorf, Werdener Straße 1. DSSQ ruft auf, sich um 8.30 Uhr am Oberbilker Markt zu treffen und gemeinsam den Prozess zu besuchen.