Wirtschaft

Internationale Solidaritäts- und Protesttage am 4./5. April für inhaftierte Maruti-Suzuki-Arbeiter

Internationale Solidaritäts- und Protesttage am 4./5. April für inhaftierte Maruti-Suzuki-Arbeiter
Dieses Foto einer Demonstration am 4. April schickte eine indische Organisation, die an der Vorbereitung der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz beteiligt war

05.04.17 - Gestern und heute finden in Indien und in weiteren Ländern Protesttage und Demonstrationen statt, die sich mit den inhaftierten Maruti-Suzuki-Arbeitern solidarisieren (siehe rf-news). Wie das nebenstehende Foto einer Organisation, die die 2. Internationale Bergarbeiterkonferenz mitvorbereitet hatte, zeigt, kam es bereits gestern zu kämpferischen Aktionen vor den Industriebetrieben. Die Belegschaften nehmen das Urteil gegen die Arbeiter nicht hin. Dazu aufgerufen hatte unter anderem eine von zahlreichen Parteien und Organisationen unterzeichnete Resolution der revolutionären Weltorganisation ICOR.

Belegschaften der Automobilproduktion, zahlreiche Montags-Demos sowie die Internationale Koordinierungsgruppe der International Automotive Workers Coordination haben die Forderung nach Freiheit für die Maruti-Suzuki-Arbeiter zu ihrer Sache gemacht und sich an den Solidaritätsaktionen beteiligt. In einer Pressemitteilung der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz heißt es:

"Der Kampf der Automobilarbeiter von Maruti-Suzuki in Manesar/Indien ist seit Jahren ein Symbol für den erfolgreichen Kampf um gewerkschaftliche Organisierung und um die Einheit von 'Stamm'-beschäftigten und Zeitarbeitern. Eine breite Solidaritätsbewegung der Arbeiter und Bevölkerung in Gurgaon steht gegen die skandalöse jahrelange Inhaftierung von 148 Streikführern.

Über Jahre kam es immer wieder zu Massendemonstrationen und Streiks gegen die Inhaftierung und Klassenjustiz im Sinne des Maruti-Suzuki-Konzerns. Die am 18. März 2017 ausgesprochene Verurteilung von 13 Streikaktivisten und Führern der Gewerkschaft der Maruti-Suzuki-Arbeiter zu lebenslanger Haft sowie weiterer Arbeiter zu Freiheitsstrafen soll diese Entschlossenheit brechen. Hunderte Familien werden ihrer Existenz beraubt. (...)

Wir rufen alle Arbeiter und Unterstützer auf, den 4. und 5. April zu Protest-Tagen in ganz Indien und international zu machen und Solidarität in welcher Weise auch immer zu zeigen."

Die komplette Pressemitteilung gibt es hier als pdf-Datei in deutscher Sprache