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St. Petersburg: "Die Menschen sind sehr betroffen"

St. Petersburg: "Die Menschen sind sehr betroffen"
Kurz nach der Explosion (foto: privater Blog)

06.04.17 - Am 3. April kamen bei einem Bombenattentat in St. Petersburg (Russland) 14 Menschen ums Leben. Mindestens 45 wurden verletzt. (siehe rf-nerws) rf-news sprach den Angehörigen der Opfer, sowie den Verletzten und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Ein Genosse der Marxistisch-Leninistischen Plattform, der in Sankt Petersburg lebt, dankte und sagte: „Es war der erste Terrorakt in Sankt Petersburg. In Moskau gab es schon mehrere. Die hingen auf verschiedene Weise mit Tschetschenien zusammen. Die Menschen in Petersburg sind relativ gefasst. Aber es fahren jetzt weniger Leute mit der Metro.“

Eine der russischen Delegierten auf der. 2. Weltfrauenkonferenz in Nepal, hat ihr Büro gleich neben der Metrostation „Ploshad Vosstanija“, an der die zweite Bombe gefunden und entschärft wurde. Sie sagt: „Es ist schrecklich. Schon 14 Tote. Es ist das erste Mal, dass es so einen Terrorakt in Sankt Petersburg gibt. Die Bevölkerung ist tief betroffen. Man sieht sogar in Moskau viele in Schwarz, es werden Blumen zum Gedenken an die Opfer abgelegt. Die Bevölkerung wächst hier in ihrer Trauer zusammen.“

Schon wenige Stunden nach dem Attentat erhielten die Behörden in Russland vom kirgisischen Geheimdienst die Information über den Täter Dschalilow. Die russischen Ermittler legten sich fest, dass er der Attentäter war. Als Motiv wird offiziell angegeben, dass es ein Racheakt gegen Russlands Einsatz gegen den „Islamischen Staat“ in Syrien sei. Die Delegierte der 2. Weltfrauenkonferenz dazu: „Es gibt in der Bevölkerung noch eine andere Meinung, andere Stimmen. Manche sagen: 'Keiner kann ausschließen, dass das Attentat nicht doch von anderen gemacht wurde.' Sie denken an Terrorakte in Moskau, offiziell von Tschetschenen, die nicht richtig aufgeklärt wurden. 'Das war nicht so einfach, wie es dargestellt wurde', heißt es.“