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US-Provokation im Chinesischen Meer

US-Provokation im Chinesischen Meer
Die Carrier Strike Group 1 um den Flugzeugträger USS Carl Vinson wurde von US-Präsident Trump zur Provokation Nordkoreas in den West-Pazifk verlegt (foto: gemeinfrei)

13.04.17 - Am Wochenende schickte die USA unter ihrem ultrareaktionären und faschistoiden Präsidenten Donald Trump einen Marineverband vor die koreanische Halbinsel. Zu der Flugzeugträgergruppe gehören die USS Carl Vinson, ein Kampfflugzeug-Geschwader, zwei Lenkwaffenzerstörer und ein Kreuzer. Gleichzeitig führten Südkorea, Japan und die USA ein großes dreitägiges Militärmanöver durch, um eine „wirksame Reaktion“ auf mögliche Raketenangriffe Nordkoreas zu trainieren.

Nordkorea droht im Falle eines Angriffs durch die USA mit einem Gegenschlag. Der nordkoreanische Staat verfolgt eigene regionale Machtinteressen, ist mit 1,1 Millionen Soldaten unter Waffen und Millionen Reservisten hoch militarisiert. Der dort schon lange installierte bürokratische Kapitalismus nimmt mit einer dynastischen Herrscherfamilie schon grotesk-feudale Züge an und hat mit "Sozialismus" nicht das geringste zu tun. Wenn Nordkorea in bürgerlichen Medien trotzdem immer wieder damit in Verbindung gebracht wird, dann einzig und allein, um den Kommunismus mit dieser extrem abstoßenden Herrschaft in Misskredit zu bringen und den modernen Antikommunismus zu schüren.

Hauptkriegstreiber sind die USA. So deutet Trump auch die Möglichkeit eines Präventivschlags gegen Nordkorea an und denkt über die Stationierung von Atomwaffen auf dem Gebiet des verbündeten Südkorea nach. Während Trump das nordkoreanische Atomwaffenprogramm brandmarkt, hat er selbst angeordnet, das tausendfach größere Atomwaffenarsenal der USA massiv aufzurüsten und zu "modernisieren". Davon geht gegenwärtig zusammen mit dem aggressiven Aufstreben neuimperialistischer Länder wie China, Russland und Indien die größte Gefahr eines atomaren dritten Weltkriegs aus.

Der Marineaufmarsch richtet sich indirekt auch gegen China als traditionellem Verbündeten Nordkoreas. Immer deutlicher wird, dass die von revisionistischen Kräften in der Friedensbewegung geschürten Hoffnungen, Donald Trump könnte aufgrund seiner angekündigten engeren Zusammenarbeit mit Russland einen friedlicheren Kurs einschlagen, blanke Illusion sind.

Nur der Kampf der Völker selbst gegen den Imperialismus und für eine sozialistische Gesellschaftsordnung kann letztlich Frieden bringen. Denn „Kriege und Kriegsgefahr sind eine Gesetzmäßigkeit des imperialistischen Weltsystems, die ihm bis zu seinem Untergang anhaftet.“¹ Der Kampf um den Weltfrieden gewinnt existenzielle Bedeutung. Lenin betonte vor 100 Jahren: Imperialismus bedeutet Krieg und Reaktion nach innen. Nehmt ihnen die Welt aus der Hand, eh sie verbrannt!

Die MLPD als ICOR-Organisation erklärt jeglicher imperialistischer Aggression den aktiven Widerstand. Sie fordert zusammen mit dem Internationalistischen Bündnis eine neue, von allen Imperialisten unabhängige, Friedensbewegung. Dafür hat die Beteiligung am diesjährigen Ostermarsch besondere Bedeutung. (siehe rf-news)

Verbot und Vernichtung aller ABC-Waffen!

Auflösung der NATO, der Interventionseinheiten von EU und Bundeswehr!

Deutsche Truppen – raus aus dem Ausland!

Für Frieden und Völkerfreundschaft - echter Sozialismus!

¹ Stefan Engel: „Götterdämmerung über der neuen Weltordnung“, S. 501