Umwelt

Breiter Protest gegen Kohlekraftwerk in Indonesien

Berlin (Korrespondenz), 11.04.17:  Der Bau des Kohlekraftwerkes in Batang (Zentraljava) ist ein Teil von zig Megaprojekten des aufstrebenden neuimperialistischen Landes Indonesien. Mit Hunderten Milliarden Investitionen werden unzählige Megaprojekte aus dem Boden gestampft: Ausbau eines Autobahnnetzes und der Eisenbahn in Java für die Vernetzung der rasch wachsenden Industriekonzerne; Landgrabbing und Vertreibung der Bevölkerung für umweltzerstörende Projekte wie dem Großflughafen Yogjakarta in der Region Kulon Progo, einem Zementwerk in einem Naturparadies in unmittelbarer Nachbarschaft zu Batang, Eisenminen, Goldbergwerke des Konzerns Freeport in Papua. Dazu kommt die verheerende Abholzung des tropischen Regenwaldes unter der Regie des international an ca. 250. Stelle stehenden malayisch-indonesischen Großkonzerns Wilmar, dem weltweit führenden Palmöllieferanten für Unilever, Nestle, Ferrero usw.

Landesweit entwickelt sich ein oft schon Jahre andauernder und hartnäckiger Kampf nicht nur der Betroffenen, sondern der breiten Bevölkerung. Das Umweltbewusstsein ist enorm angewachsen. Auch wegen der zunehmenden klimabedingten Naturkatastrophen und Überschwemmung ganzer Regionen. Die für die Projekte verantwortlichen Konzerne und die Staatsgewalt antworten oft mit brutaler Aggression, Kriminalisierung des Widerstandes bis hin zum Mord an Aktivisten.

Wozu ein Kohlekraftwerk in Indonesien? Fast täglich scheint dort die Sonne fast senkrecht stehend mit großer Energie ca. 13 Stunden. Kaum ein Tag unter 25 bis 30 Grad im Schatten. Sonnenenergie im Überfluss! Dazu Windenergie und große Gezeitenströmungen zwischen den Inseln. Ein Kohlekraftwerk ist völlig unnötig und dient allein der Profitmaximierung der indonesischen Energiekonzerne, die riesige Mengen Braunkohle nach China exportieren und insbesondere in Sumatra ungeheure Umweltschäden verursachen.

Der Widerstand in Indonesien steht nicht allein. Auch Solidarität International (SI) ist um Solidarität und Hilfe gebeten und alle, die in SI Mitglied werden, können sich anschließen.