Wirtschaft

Daimler will im LKW-Bereich 2.000 Jobs vernichten

Daimler will im LKW-Bereich 2.000 Jobs vernichten
Die Daimler-Zentrale in Stuttgart-Untertürkheim (foto: Enslin/CC BY-SA 3,0)

Stuttgart (Korrespondenz), 10.04.17: Daimler ist im Truck-Bereich weltweit die Nr.1. Aber deshalb sind die Arbeitsplätze nicht sicher. Denn VW arbeitet darauf hin, Daimler diese Position streitig zu machen. Und vor allem sind die internationalen Großaktionäre damit unzufrieden, dass die Umsatzrendite statt der angestrebten 8 Prozent, derzeit bei 5,9 Prozent liegt, weil der Absatz seit einiger Zeit in Südamerika eingebrochen ist und der in den USA schwächer geworden ist.

Nach dem Programm „Trucks Nummer One“ sollen mit dem folgenden „Stream“ weitere 400 Millionen „eingespart“ werden. Doch das stößt auf großen Widerstand in der Belegschaft, insbesondere unter den Arbeitern, weshalb auch die Betriebsratsführung keine Bereitschaft zur Zusammenarbeit erkennen ließ. Mit Recht kritisiert diese, dass die Belegschaft für die Strafe von Daimler wegen verbotener Kartell-Absprachen über Preise und Abwehr von Umweltauflagen in Höhe von einer Milliarde Euro bluten soll. Außerdem kritisieren sie die sofortige Freistellung des Ex-Vorstandes Wolfgang Bernhard, bei Fortzahlung seiner Bezüge (letztes Jahr 3,2 Mio.)

Daimler will deshalb „Stream“ über die Vernichtung von 2.000 Arbeitsplätzen bei unteren „Führungskräften und andere Angestellten ...in Verwaltung, Produktentwicklung und Vertrieb“ umsetzen. ¹

Dieser Spaltungsversuch des Vorstandes darf nicht aufgehen. Jeder vernichtete Arbeitsplatz fehlt letztlich der Jugend.

Deshalb: gemeinsam für den Kampf um jeden Arbeitsplatz! Statt Vernichtung von Arbeitsplätzen – 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich als Konzernvereinbarung und Forderung in der nächsten Tarifrunde!

¹ Stuttgarter Zeitung vom 08.04.2017